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Pflegezentrum Käferberg

Auszubildende berichten über ihre berufliche Entwicklung

28. Juni 2017 von

Foto: Lina Maria Bardaje

Betreuung und Begleitung durch den Alltag.

Foto: Lina Maria Bardaje

Immer ein interessanter Austausch.

Von

Online seit
28. Juni 2017

Printausgabe vom
29. Juni 2017
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Im Gespräch erzählen Sajitha Sajikumar, Lernende Fachfrau Gesundheit EFZ, und Blerina Asani, Studierende Pflegefachfrau HF, über ihren Berufsalltag und warum die Arbeit mit alten Menschen für sie etwas ganz Besonderes ist.

Ein Ort, wo Generationen aufeinandertreffen. Die Ausübung eines Pflegeberufes ist eine verantwortungsvolle und lehrreiche Aufgabe, welche mit viel Empathie, Geduld und Flexibilität angegangen wird. Zwei junge Berufsfrauen befassen sich mit ihrer Berufswahl und was diese mit sich bringt.

Vom Praktikum zum Beruf

Das Praktikum war eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Berufswahl von Sajitha Sajikumar. Vor vier Jahren hat sie ihre beruflichen Interessen im Gesundheitswesen gefunden und sammelte als Praktikantin erste Kenntnisse in der Akutgeriatrie im Stadtspital Waid. Nun steht sie kurz vor dem Lehrabschluss als Fachfrau Gesundheit EFZ und möchte sich danach zur diplomierten Pflegefachfrau HF weiterbilden. Denselben Abschluss hat auch Blerina Asani zum Ziel. Überraschend ist, dass sie zufällig zu ihrer jetzigen Berufung gekommen ist. Im Rahmen eines Zwischenjahres hat sie ein Praktikum im Pflegezentrum Käferberg absolviert. Kurz darauf entschied sie sich für die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ und hat diese mit Erfolg beendet. Heute befindet sie sich im letzten Semester des Pflege HF Studiums. Für das künftige Pflegefachpersonal eröffnen sich innerhalb der Pflegezentren der Stadt Zürich laufend Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die sie fördern und fordern. Darum ist ein Praktikum als Berufseinstieg lohnenswert.

Das Gesamtpaket

Die Anforderungen in der Psychiatrie sind anders als im Akutbereich. Aus Sicht von Blerina Asani deckt die Geriatrie sämtliche Disziplinen der Pflege ab. Sie umfasst medizinaltechnische Behandlung, psychologische Betreuung sowie die soziale Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Patientinnen und Patienten. Die Unterstützung der körperlichen Aktivität und Funktionalität gehört grösstenteils dazu. Auf den Abteilungen für Aufnahme- und Übergangspflege werden zusätzlich rehabilitierende Massnahmen für Patienten aufgegleist. Sowohl in der Langzeit- als auch in der Übergangspflege spielt das soziale Umfeld eine bedeutende Rolle. Ein guter Beziehungsaufbau zu den Bewohnern, deren Angehörigen sowie externen Bezugspersonen ist für die gezielte Ressourcenförderung sehr wichtig. Die Lebensgeschichten der Bewohner sind es, die Blerina Asani immer wieder faszinieren. Hinter ihnen stecken interessante Persönlichkeiten, mit Erfahrungen und Wertvorstellungen. Die Auseinandersetzung mit ihrer Biografie liefert uns wertvolle Informationen für unsere tägliche Arbeit. Die Vielfalt an Generationen und Kulturen bringen Abwechslung und Lernmöglichkeiten mit sich.

Eine besondere Verbindung

«Die Freude und Dankbarkeit, die mir durch meine Arbeit entgegenkommt, löst bei mir ein unbeschreibliches Gefühl aus und dieses stärkt mich immer wieder.» Sajitha Sajikumar betreute während ihres Praktikums einen dementiell erkrankten Menschen, der sie trotz seiner kognitiven Einschränkung immer wieder erkannte. Zwar konnte dieser sie nicht beim Namen nennen, doch ihr Dasein schien bei ihm ein vertrautes Umfeld zu schaffen. So konnte sie ihn für verschiedene Angebote der Aktivierungstherapie begeistern und ihn dazu ermuntern, den Tag auch ausserhalb seines Zimmers zu verbringen. Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses ist stark mit Besonnenheit und Einfühlungsvermögen verbunden.

Die Herausforderungen

Um eine gute Pflege zu gewährleisten, muss sich jeder Mitarbeitende seiner Verantwortung und seinem Fachwissen bewusst sein. Für Lernende und Studierende bedeutet dies, im Rahmen ihrer Kompetenzen zu denken und zu handeln. Berufsbildungsverantwortliche, Berufsbildner, Abteilungsleitungen und Mitarbeitende unterstützen sie dabei und sind für Fragen und Anliegen stets an ihrer Seite. Manchmal ergeben sich im Alltag hektische Phasen. Mit Flexibilität und einem guten Mass an Gelassenheit können auch diese Herausforderungen gemeistert werden.

Für jeden etwas dabei

Nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Berufserfahrene hält die Pflege Bildungsangebote bereit. Wiedereinsteiger können ihre Kenntnisse in einem Praktikum auffrischen und das Know-how festigen. Wer einen beruflichen Seitenwechsel in das Gesundheitswesen wagen möchte, findet auch hier die Gelegenheit dazu. Qualifiziertes Personal ist ausschlaggebend für das Erreichen der gemeinsamen Ziele sowie den langfristigen Unternehmenserfolg. Werden Sie Teil der Pflegezentren der Stadt Zürich und tragen Sie einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner bei!

Lina Maria Bardaje

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