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Pflegezentrum Käferberg

Damit der «Käferberg» weiter gedeihe

28. Juni 2016 von

Foto: zvg
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Online seit
28. Juni 2016

Printausgabe vom
30. Juni 2016
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Nach der Gesamtsanierung um die Jahrtausendwende läuft im Pflegezentrum Käferberg eine neue Teilsanierung an. Die nötigen Arbeiten bringen für die Leute im Haus wie für Gäste zeitweise Umstellungen im Alltag mit sich.

Jeden Frühling blüht beim Ausgang zum Kakteengarten der Himbeerapfelbaum und erinnert mit seiner Blütenpracht und frischem Laub daran, dass sich das Leben in Zyklen vollzieht. Der Baum wurde zum Abschluss der «Käferberg»-Sanierung um die Jahrtausendwende gepflanzt. Ein symbolischer Akt im Wunsch, dass das Haus weiter gedeihe und sein Leben sich entfalte im Einklang mit Menschen und Umwelt.

Im Wandel der Zeit

Das Pflegezentrum Käferberg wurde 1963 zur Entlastung des nahen Waidspitals erbaut. Wie Luftaufnahmen zeigen, sind die beiden Gebäude in ihrer Architektur verwandt. Die Bewohnerzimmer und der ganze «Käferberg» waren entsprechend von einer Spitalatmosphäre geprägt. Das sollte sich mit der Gesamtsanierung ändern, wie Robert Neukomm in einem Gespräch zum 50-Jahre-Jubiläum des «Käferbergs» erklärte: «Der Wunsch nach mehr Wohnlichkeit beflügelte alle Sanierungen, die während meiner Zeit als Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements in den Pflegezentren vorgenommen wurden.» Dabei sind auf den Abteilungen Viererzimmer in einen zentralen Wohnbereich mit Küche umgebaut und die offenen Südbalkone verkleidet worden, um Aufenthaltsraum zu gewinnen. Die Cafeteria wurde vergrössert und der Festsaal geschaffen, ein für Helligkeit und grosszügigen Rundblick bekannter und beliebter, vielfach genutzter Raum.

Wohnlichkeit, Infrastruktur, Sicherheit

Inzwischen steht die neue Sanierung an, wobei an den Grundfesten des Hauses nicht gerüttelt wird. Die Arbeiten drehen sich um drei Hauptbereiche: Wohnlichkeit, mit der Erneuerung von Böden und Beleuchtung in den Korridoren, Infrastruktur, wie Wasserleitungen, Kanalisation und Heizanlage, sowie um Sicherheit, mit Patientenruf und Brandmeldeanlage. Diverse Einrichtungen sind in die Jahre gekommen, weshalb der Leiter des technischen Dienstes froh ist, dass sie wieder auf den neuesten Stand gebracht werden: «Und die Wohnbereiche werden durch neue Böden, Beleuchtung und aufgefrischte Wände aufgewertet.»

Die Task Force zieht mit

Die Bauarbeiten auf den Abteilungen erfordern einen vorübergehenden Umzug innerhalb des «Käferberg»-Areals. Um den Aufwand in Grenzen zu halten, ziehen zwei Abteilungen für vier Monate ins Haus Örisbach um. Die anderen wechseln für drei Wochen innerhalb des eigenen oder benachbarten Trakts. In Eingangshalle, angrenzendem Treppenhaus und Hauptkorridor bringt der Ersatz von Wasserleitungen zeitweise Immissionen und beschränkten Zutritt mit sich, was für Bewohnerinnen, Bewohner, Personal und Gäste spürbar wird. Dabei zieht der Empfang von Ende Juni bis September in ein Provisorium auf der Terrasse um.
Damit die Arbeiten möglichst wenig stören und keine Grossbaustelle entsteht, werden sie sorgfältig geplant. Ausserdem organisiert eine Task Force viele Arbeiten rund um die Sanierung: Umzugsarbeiten, Bereitstellen von Räumen und Material, Organisation von Reinigung und Hotellerie für die vorübergehenden Aufenthalte. Viele Vorbereitungen sind bereits seit Ende des vergangenen Jahres im Gang.

Neue Gärten, neuer Glanz

Wenn Sanierungen Gelegenheit bieten, die Bauten neuen Ansprüchen anzupassen, so finden bei der aktuellen Sanierung Wünsche vor allem bei den Gärten Raum, wo eine Idee früherer Jahre realisiert werden kann: Die Anlage eines speziell auf die Bedürfnisse von demenzkranken Menschen ausgerichteten Gartens beim Westflügel des Hauses. Gleich angrenzend entsteht an attraktiver Lage mit Ausblick auf die Stadt ein Therapiegarten, wo vor allem Patientinnen und Patienten der Abteilungen für Aufnahme und Übergangspflege nach einem Spitalaufenthalt ihre Gehfähigkeit auf unterschiedlichen Böden trainieren und sich gezielt auf die Rückkehr nach Hause vorbereiten können.
Nach vorübergehenden Einschränkungen und Mehrbelastungen durch die Sanierung dürfen sich daher alle, die im Käferberg wohnen oder ein- und ausgehen, auf ein Haus in neuer Frische und gepflegte und im Wechsel der Jahreszeiten atmende Aussenanlagen freuen.

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