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Quartierleben

«Die Idee des Tauschens fasziniert mich»

30. März 2017 von

Foto: Mirjam Bollag

Silke Frölich sucht Tauschende, die im Garten mithelfen.

Von

Online seit
30. März 2017

Printausgabe vom
30. März 2017
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Silke Frölich lebt in Höngg und engagiert sich seit sieben Jahren aktiv im Vorstand des Netzwerks «Tauschen am Fluss». Seit acht Jahren tauscht sie begeistert mit.

Interview: Ursula Marx

Was gefällt dir an deinem Engagement?

Silke Frölich: Die Idee des Tauschens faszinierte mich schon vor acht Jahren und diese Faszination ist bis heute geblieben. Die Zusammenarbeit im Vorstand macht riesigen Spass. Es ist ein tolles Team. «Tauschen am Fluss» bietet einen Experimentier-Raum und da ist vieles möglich und es entstehen immer wieder neue Projekte. Diese zu entwickeln, mitzugestalten und umzusetzen gefällt mir sehr.

Was gefällt dir an der Tauscherei?

Mir gefällt, dass das Tauschen eine Alternative zu unserem Geldsystem anbietet. Ich kann Dienstleistungen, Selbstproduziertes, Secondhandwaren und Wissen beziehen ohne Geld. Das Tauschen gibt mir die Freiheit, Neues auszuprobieren. Müsste ich dafür Geld einsetzen, wäre ich nie so experimentierfreudig. Es ermöglicht mir einen Reichtum an neuen Erfahrungen. Weiter gefällt mir dieses «Potpourri» an Menschen, denen ich beim Netzwerk begegne und die ich kennen lerne. Diese Vielfalt bereichert und beschenkt mich. Wenn ich jeweils die Marktzeitung durchblättere, staune ich immer wieder über die Fülle und die bunte Mischung der Angebote und Gesuche. Da schreibe ich mir jeweils heraus, was ich gerne ausprobieren würde. Es regt zu vielen Vorhaben an – aber leider fehlt mir auch oft die Zeit dafür, um alles, was mich interessiert, auszuprobieren und kennen zu lernen.

Was ist für dich ein besonderes Tauscherlebnis?

Mir kommen viele schöne Tauscherlebnisse in den Sinn. Besonders schön und eine Bereicherung für mich ist immer, wenn ich Tauschende zu allen Tages- und Nachtzeiten zum Flughafen fahre. Ich habe schon eine «kleine Stammkundschaft» von Reisenden. Bei der Hinfahrt zum Flughafen lasse ich mich jeweils anstecken von der Aufregung und dem Reisefieber meiner Fahrgäste. Das ist eine spezielle Stimmung, so als würde ich selbst mitreisen. Und wenn ich die Reisenden wieder abhole, dann freue ich mich auf das Wiedersehen und die Reisegeschichten, die oft bewegend und berührend sind.

Was du sonst noch sagen wolltest …

Ich freue mich sehr, dass wir den zehnjährigen Geburtstag feiern dürfen und ich Teil von dieser Geschichte bin. Das Ganze lebt von uns, wir gestalten gemeinsam und darauf können wir stolz sein.

Was wünschst du dem Netzwerk zum Geburtstag?

Das dieses kunterbunte aktive und lebhafte Treiben so weitergeht!

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