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Quartierleben

Die Post Wipkingen und ihre Geschichte

14. Dezember 2016 von

Foto: (Sammlung Gammeter, Repro aus Album «Alte Garde»

Der Rappen von Kohlehändler Hildebrand zog in den 1920er Jahren die Postfourgons von der Poststelle im «Arizona» an der Hönggerstrasse 39 hoch zum Guggach, von wo aus die Postboten die Briefe verteilten.

Von

Online seit
14. Dezember 2016

Printausgabe vom
15. Dezember 2016
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Martin Bürlimann hat für den «Wipkinger», Quelle Stadtarchiv, eine Zeittafel über die Entwicklung und die Geschichte der Poststelle Wipkingen zusammengestellt. Herzlichen Dank.

Postlokale:

1857 bis 1873 im Sous-Sol der Hönggerstrasse 51
1873 bis 1877 beim heutigen Kirchgemeindehaus, Dorfstrasse 25
1877 bis 1888 im «Inseli» an der Röschibachstrasse 16
1888 bis 1931 im «Arizona» an der Hönggerstrasse 39
1931 bis 1971 im Kirchgemeindehaus, Parterre (vom 29. November 1971 bis 4. August 1973 als Provisorium in der Baracke beim Schulhaus Nordstrasse)
1973 bis 2004 im Kirchgemeindehaus, 1. Stock
Seit 2004 als Postfiliale im Coop am Röschibachplatz

Geschichtliche Ereignisse:

1799
Der «Bote von Weiningen» verträgt Briefe und Wechsel.

1842
Postkutsche Sihlpost-Baden verkehrt am rechten Limmatufer mit Halt an der Pferdestation beim «Neuhaus» an der Hönggerstrasse.

1850
Ablösung der verschiedenen kantonalen Währungen durch den Schweizer Franken.

1857
Erste Wipkinger Postablage im Privatbetrieb an der Hönggerstrasse 51. Als Ablagehalter amtet Leutnant Konrad Siegfried von der Fuhrhalterei Siegfried.

1873
Frau Marie Vogler-Rütschi eröffnet privat das «Postbureau» an der Dorfstrasse 25, also beim heutigen Kirchgemeindehaus.

1877
Fräulein Anna Zahner wird als Posthalterin gewählt und betreibt im «Inseli» an der Röschibachstrasse 16 den ersten Telegraphen.

1883
Kauf eines Einspänner-Fourgons für die Abendzustellung.

1884
Beschluss der Gemeindeversammlung: Einrichtung einer Telefonstation im «Telegraphenbureau».

1888
Erste amtliche Poststelle im «Haus zur Arizona» an der Hönggerstrasse 39, Posthalterin ist Fräulein Anna Zahner.

1893
Eingemeindung, die Poststelle heisst nun «Zürich 17 Wipkingen». Volksentscheid gegen die Zentralisierung der Postzustellung. Postpferdehalter Blank kauft einen weiteren Fourgon.

1894
Ablösung der «Berner Zeit» durch «Mitteleuropäische Zeit», die Uhren werden am 1. Juni um eine halbe Stunde vorgestellt.

1898
Zentralisierung aller Poststellen in Zürich – ausser Wipkingen und Wollishofen. Eröffnung der Tramlinie nach Höngg. Aufhebung der von Postpferdehalter Hartmann-Keller im Letten geführten Chaise nach Weiningen, Kauf eines «Postrollis» als Tramanhänger, begleitet durch einen Postkondukteur.

1900
Reduktion auf sechsmal tägliche Briefzustellung, heftiger Protest in der Tagespresse.

1906
Einführung des Postcheck-Verkehrs sowie Ein-und Auszahlungen am Postschalter.

1920
Schweizweite Einführung der Stundenzählung 0 bis 24 Uhr.

1931
Verlegung des Postamtes ins neue Kirchgemeindehaus.

1947
Umnummerierung der städtischen Poststellen: Neu «Zürich 37 Wipkingen».

1952
Abbruch des Volksbades im 1. Stock des Kirchgemeindehauses, Erweiterung der Brief- und Paketräume.

1959
Einführung der 46-Stundenwoche, Reduktion auf einmal tägliche Paketzustellung.

1971
Provisorium in der Baracke beim Schulhaus Nordstrasse beim Bau der Westtangente.

2003
Wechsel der Post zur Filiale im Coop am Röschibachplatz.

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