Wipkinger-Zeitung.ch

3°C1°C am 19. Februar 2018
Quartierverein Wipkingen

Ein Rosengarten im Wohnhaus

28. Juni 2016 von

Foto: zvg

Der Künstler poliert die Böden so, dass mit dem einfallenden Licht ein Rosengartenmuster sichtbar wird.

Von

Online seit
28. Juni 2016

Printausgabe vom
30. Juni 2016
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Kunst-Intervention: Im geplanten studentischen Wohnhaus an der Rosengartenstrasse werden «Rosengärten» des Künstlers Nicholas Feldmayer einige Innenräume schmücken

Die Stiftung für Studentisches Wohnen Zürich (SSWZ) lud im März 2016 im Rahmen eines Studienauftrags für Kunst und Bau vier Kunstschaffende ein, eine Projektidee für eine künstlerische Intervention im geplanten Neubau einzureichen.
Die Schweizer Künstlerinnen und Künstler Ariane Epars, Nicholas Feldmeyer, Christoph Hänsli und Maya Hürst beteiligten sich am Wettbewerb. Die Jury, bestehend aus Kunstexperten, Architekten und Bauherrschaft, wählte das Projekt «Into the Rosegarden» des in London lebenden Schweizer Künstlers Nicholas Feldmeyer aus. Dabei überzeugte insbesondere die Finesse und Präzision des Eingriffes und die Stimmigkeit mit der geplanten Architektur.

Sichtbar und unsichtbar

Ausgehend vom Strassennamen – Rosengartenstrasse – untersuchte Feldmeyer klassische Rosengärten und deren ornamentale Muster und griff sie in seiner Arbeit auf. Es gelingt ihm, klassische Elemente der Architektur, Innenarchitektur und Literatur aufzunehmen: Intarsien-Böden in Königspalästen, florale und geometrische Muster von auf persischen Teppichen abgebildeten Gärten oder ein Verweis auf ein Gedicht von T.S. Eliot. Die für Feldmeyer typische Auseinandersetzung mit den Grenzen von Materialisierung und Entmaterialisierung, Raumbildung und Auflösung, Erscheinen und Entschwinden im Zusammenspiel mit dem Licht widerspiegelt sich auch in dieser Arbeit.
Nicht zuletzt gefiel der Jury auch die Ruhe, Zurückhaltung und Unaufdringlichkeit dieser künstlerischen Arbeit. Es wäre denkbar, im Studentenwohnhaus zu leben, ohne die Kunst wahrzunehmen. Gleichwohl ist sie aber ein fester Bestandteil des Hauses.

Rebecca Taraborrelli, Geschäftsführerin Stiftung für Studentisches Wohnen Zürich.

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500