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Grüne

Grünes Zürich

12. Juli 2016 von

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Kantonsrätin Grüne

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12. Juli 2016

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Die Zürcher Bevölkerung schätzt unsere Wohnstadt gerade auch deshalb, weil für Mensch und Natur genügend und schöne Grünräume vorhanden sind. Höngg sticht dabei besonders heraus.

Die Naherholungsgebiete auf dem Waidberg, dem Käferberg und am Limmatufer sind sehr beliebt und werden oft und gerne aufgesucht. Es ist absolut wünschenswert, dass die Ansprüche an die Lebensqualität in der nahen Wohnumgebung erfüllt werden können. Dazu zählen nicht nur Wohnen, Konsumieren und Arbeiten, sondern insbesondere auch die Erholung. Eine Situation wie in den 70er-Jahren, als die Leute massenhaft mit dem Auto zur Erholung «ins Grüne» gefahren sind, will heute niemand mehr.

Grünraum unter Druck

Die Stadt wächst und damit auch der Bedarf an Wohn- und Büroräumen, Strassen, Transportmitteln und anderem. Es muss möglichst dicht gebaut werden, damit die vielen Ansprüche der Wohnbevölkerung und der hier Erwerbstätigen abgedeckt werden können. Gleichzeitig steigt bei den Leuten angesichts dieses Wachstums die Sorge, dass immer mehr wertvolle Grünräume verschwinden. Die Stadt gerät des Öfteren in Versuchung, für dringend benötigte Nutzungen, wie etwa weitere Schulhäuser, Alterszentren und Freizeitanlagen, auf heute noch unverbaute Areale auszuweichen.
Immer wieder melden sich besorgte Stimmen aus der Bevölkerung beim Sekretariat der Grünen, weil ein bestimmtes Biotop in ihrer Nachbarschaft gefährdet ist. Sie rufen an, weil beispielsweise eine wertvolle Trockenwiese oder ein alter Baumbestand einem Bauprojekt zum Opfer fallen soll. Von der Politik erhoffen sie sich einen wirksameren Schutz dieser Grünräume.

Interaktive Grünraum-Karte

Aus diesen Erfahrungen heraus ist die Idee entstanden, die Bevölkerung einzuladen, auf einer interaktiven Karte besondere ökologische Standorte zu markieren. Die Karte soll sichtbar machen, welchen Stellenwert ein qualitativ hochstehender Grünraum bei der Bevölkerung hat. Mit den Kategorien «besonders wertvoll», «müsste aufgewertet werden» und «gefährdet» entsteht ein Bild über das ganze Stadtgebiet, das zeigt, wie sich die aktuelle Grünraum-Situation in den einzelnen Quartieren präsentiert.
Aus Wipkingen sind bereits zahlreiche Beispiele markiert worden, wie etwa der «Garte über de Gleis» bei der Nordbrücke oder der Wolfgrimbach entlang der Waidstrasse, der 1998 aus dem Untergrund zurückgeholt worden ist. Bestimmt gibt es auch in Höngg viele schutzwürdige oder sonst erwähnenswerte grüne Ecken. Die Höngger sind herzlich eingeladen mitzumachen: www.gruenstadt-initiative.ch.

Kathy Steiner, Kantonsrätin, Grüne

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