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Ja zur Kinderbetreuungsinitiative im September

28. Juni 2016 von

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Online seit
28. Juni 2016

Printausgabe vom
30. Juni 2016
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Wer schon einmal einen Platz für die Tagesbetreuung seines Kindes gesucht hat, weiss es: Plätze sind Mangelware und für viele Eltern sehr teuer. Die Kinderbetreuungsinitiative der AL will dem abhelfen. Am 25. September stimmen wir darüber ab.

Die SP unterstützt diese kantonale Volksinitiative, hat sie doch schon selber unzählige Vorstösse zu diesem Thema unternommen. In der Stadt Zürich bringen die Kosten für die Tagesbetreuung ihrer Kinder viele Eltern an den Rand des Ruins. Vor allem, weil viele Eltern, obwohl sie aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse anspruchsberechtigt wären, gar keine subventionierten Plätze erhalten. Sie gelten als Vollzahler, weil die subventionierten Plätze bereits ausgebucht sind. In vielen Landgemeinden fehlt die nötige Infrastruktur ganz, was den Druck auf die Städte noch verstärkt.
Die Volksinitiative schafft nun einen Betreuungsfonds, aus dem familienergänzende Betreuung und Tagesstrukturen ausgebaut werden sollen. Er soll den Trägerschaften Starthilfe bieten, Elternbeiträge gewährleisten sowie die Ausbildung des Betreuungspersonals fördern. Der Fonds wird finanziert durch jährliche Beiträge der Arbeitgebenden und der Selbständigerwerbenden, die dem Familienzulagengesetz unterstehen. Dieser Beitrag liegt zwischen zwei und fünf Lohnpromille. Eigene Leistungen der Arbeitgebenden für familienergänzende Betreuung können vom Beitrag an den Betreuungsfonds abgezogen werden.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in aller Munde. Doch Appelle genügen nicht. Es braucht konkret zahlbare Plätze für Krippen, Horte, Mittagstische, Tagesschulen, Tagesfamilien und schulische Brückenangebote im ganzen Kanton. Auch engagierte Personen und Organisationen, die in ihrer Gemeinde ein entsprechendes Angebot aufbauen wollen, sollen ermuntert werden, dies auch zu tun. Deshalb sind die vorgesehenen Starthilfen sehr sinnvoll. Die Volksinitiative «Bezahlbare Kinderbetreuung für alle» verdient am 25. September ein klares Ja.

Benedikt Gschwind, Kantonsrat SP

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