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Quartierleben

Leben und arbeiten an der Rosengartenstrasse

28. März 2018 von

Foto: Dagmar Schräder

Sieben Tage in der Woche steht der Inhaber Nuri Aykol hinter der Ladentheke und begrüsst alle freundlich.

Foto: Dagmar Schräder

Das «Aykol Dienstleistungszentrum» und der «Rosengartenshop» sind Nuri Aykols Stolz.

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Online seit
28. März 2018

Printausgabe vom
29. März 2018
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Nuri Aykol wohnt zwar nicht an der Rosengartenstrasse, verbringt hier aber dennoch wohl mehr Zeit als in seiner Wohnung in Bassersdorf: Sieben Tage die Woche ist er im «Aykol Dienstleistungszentrum» und im «Rosengartenshop» für seine Kunden da.

«Open» steht auf der Leuchtreklame im Schaufenster des kleinen Ladens an der Rosengartenstrasse Nummer 5, «Rosengartenshop open» steht auch auf der Tafel vor der Eingangstür – und das, obwohl Sonntag ist. Wie jeden Tag der Woche steht der Inhaber Nuri Aykol auch heute hinter der Ladentheke und begrüsst alle freundlich, die seinen Laden betreten. Von alkoholischen Getränken über Konserven und Tiefkühlgerichte bis hin zur Zahnpasta bietet der kleine, aber gut sortierte Shop alles, was man/frau im Alltag benötigt. «Ich passe mein Sortiment stets den Wünschen meiner Kundschaft an. Schliesslich habe ich den Laden erst seit kurzer Zeit und muss nun Erfahrungen sammeln, was so gebraucht wird», erklärt Aykol.

Vom Banker zum Detailhändler

Angefangen hat der 47-Jährige im November 2015. Nach 19 Jahren Tätigkeit als Sachbearbeiter bei der ZKB wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete hier sein Dienstleistungszentrum. Aykol begann, in seinen Büroräumlichkeiten die Buchhaltung für Einzelfirmen zu übernehmen, Steuererklärungen für Privatpersonen auszufüllen und Übersetzungen anzubieten. Und weil die von ihm zu diesem Zweck angemieteten Räumlichkeiten ein Ladenlokal beinhalteten, beschloss er im Sommer vergangenen Jahres, sich auch als Detailhändler zu versuchen. «Ich hatte zwar überhaupt keine Erfahrung im Verkauf, aber es reizte mich, meinen eigenen kleinen Shop aufzumachen», so Aykol. Dabei macht er alles selbst, vom Einkauf über die Ladengestaltung bis hin zum Verkauf – und das zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Buchhalter. Von 8.30 bis abends um 22 Uhr hat der Laden geöffnet, am Wochenende sogar bis 24 Uhr. Viel Freizeit bleibt da nicht, doch zum Mittagessen gönnt sich Aykol jeweils eine Pause: «Über Mittag mache ich eine längere Pause, das brauche ich, um meinen Kopf auslüften zu können. Dann fahre ich nach Hause, esse etwas, entspanne und bin anschliessend wieder fit und bereit für den Abenddienst.»

Standort mit Tücken

Aykol geniesst seine Arbeit. Ein wenig stolz darauf, etwas Eigenes geschaffen zu haben, ist er auch. Der Standort an der Rosengartenstrasse ist für ihn, zumindest was den kaufmännischen Teil seines Jobs angeht, ideal. «Die Verkehrsanbindung ist gut, die Miete für die Räumlichkeiten bezahlbar, Parkplätze für die Kunden befinden sich direkt vor dem Haus», schwärmt er. Auch seine Tätigkeit als Ladeninhaber schätzt er sehr. Nicht nur wegen des Verkaufs, sondern auch wegen der sozialen Komponente. «Man bekommt vieles mit. Die Nachbarn kommen zu mir und erzählen mir von ihren Sorgen und Problemen», erklärt Aykol. Schwierig sei nur die vierspurige Strasse direkt vor der Tür. «Die Leute, die auf der anderen Seite der Rosengartenstrasse wohnen, gehören bis anhin leider weniger zu meinen Stammkunden. Schliesslich können sie nicht einfach die Strasse überqueren, um zu mir zu gelangen, sondern müssen den Umweg über die Überführung nehmen. Sie orientieren sich daher eher an den Geschäften auf ihrer Seite», bedauert er. Es ist sein grosser Wunsch, dass diese Verkehrssituation in Zukunft verbessert wird.

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