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Quartierleben

Sven Epiney – der Wipkinger mit Walliser Wurzeln

28. Juni 2016 von

Foto: Christian Lanz

Sven Epiney geniesst die Aussicht oberhalb von Wipkingen.

Von

Online seit
28. Juni 2016

Printausgabe vom
30. Juni 2016
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Sympathisch, offen und herzlich – so erlebt man Sven Epiney im persönlichen Gespräch. Dass im Showbusiness nicht alles nur Show ist, davon erzählt der Fernsehstar im Restaurant Die Waid. Dies ist einer seiner Lieblingsplätze in Zürich.

 

Schwarzes T-Shirt, Jeans und Sonnenbrille und ein herzliches Lächeln auf den Lippen – so erscheint Sven Epiney zum Interview. Natürlichkeit heisst seine Devise und die überzeugt: Von Starallüren keine Spur. Das Treffen findet im Restaurant Die Waid statt. Dies ist einer seiner Lieblingsplätze in Zürich, verrät er. «Die Aussicht hier ist schlicht grandios und ich wohne gleich in der Nähe. Zudem ist der Wald gleich hier um die Ecke und ich spaziere oft mit meinen Hunden hier hinauf.»

Vom Radio zum Fernsehen

Mit 13 Jahren begann Epineys Karriere beim Radio, wo er auch heute noch mit Leidenschaft und Engagement Sendungen moderiert. Über 30 Jahre später gehört er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Moderatoren der Schweiz. In dieser Zeit moderierte und präsentierte der gebürtige Walliser mit Jahrgang 1972 verschiedenste Fernsehsendungen, darunter beispielsweise die Sendung «TAF», die Quizshow «Blockbusters», die Koch- und Quizsendung «al dente», die Spielshow «5 gegen 5», die Samstagabend-Sendung «Die grössten Schweizer Hits» und die Castingshow «The Voice of Switzerland», sowie unzählige Radiosendungen auf verschiedenen Sendern. Mit seiner offenen und herzlichen Art schafft er es auf Anhieb, Sympathien zu gewinnen und die Menschen zu erreichen. Kaum ein Moderator ist so vielseitig und so beliebt wie er.

Starallüren? Keine Spur

Dass solch eine Beliebtheit zu Starallüren verführen kann, liegt auf der Hand. Nicht jedoch bei Sven Epiney. Er ist ein Mensch «wie du und ich», und mit seinem offenen, sympathischen Lachen erreicht er die Menschen. «Der Mensch steht im Mittelpunkt. Für mich sind alle Menschen gleich und ich interessiere mich einfach für sie», erzählt der Moderator bescheiden. Dass er offen sei, heisse jedoch nicht, dass er nicht auch kritisch sei, ergänzt er. Seine Echtheit und Authentizität wirkt glaubwürdig.
Sven Epiney ist ein Tausendsassa, der auf vielen Hochzeiten tanzen kann. Kaum ein Moderator ist so vielseitig wie er. Einen roten Faden gibt es dennoch bei all seinen Fernsehformaten: Die Menschen stehen immer im Vordergrund. Das ist, wie sein Improvisationstalent, eine seiner Stärken. Er erzählt: «Wenn ich die Bühne betrete und jemand im Publikum ruft etwas, dann versuche ich spontan, dies in meine Begrüssung einzuflechten.» Im bekennenden Optimisten steckt viel Lebensfreude und Energie. Er interessiert sich für tausend Sachen und ist immer wieder bereit, Neues zu wagen und auszuprobieren. «Die Sendungen, die ich moderiere, kommen und gehen. Das gehört dazu. Die Spielshow «5 gegen 5» fand nach sieben Jahren ein tolles Ende. Natürlich ist bei so einem Ende immer auch ein wenig Wehmut dabei, aber die Vorfreude auf ein neues Projekt ist grösser.»

Privat- und Familienmensch

Privat wohnt Epiney in Wipkingen. Sein Grundstück ist momentan eine Baustelle. Der Aufwand für die Tiefgarage ist gross. Da hierfür der ganze Garten aufgegraben werden musste, sieht die Baustelle momentan spektakulär aus. Aber bald werden wieder Pflanzen das Grundstück begrünen. Oft sieht man Epiney zusammen mit seinem Lebenspartner Michael Graber und seinen zwei Prager Rattler-Hunden bei Spaziergängen auf dem Käferberg. Der Moderator schwärmt: «Mein Partner ist grandios, es gehört eine Menge Stärke dazu, neben mir zu bestehen, denn im Rampenlicht stehe schlussendlich fast immer ich. Der Fokus ist auf mich gerichtet. Er meistert dies bravourös.» Sicherlich nicht immer eine einfache Aufgabe, denn immerhin 93 Prozent der Schweizer Bevölkerung kennen Sven Epiney. Doch die beiden führen eine glückliche Partnerschaft und Graber, der als Eventmanager tätig ist, kennt unregelmässige Arbeitszeiten genauso wie sein Lebenspartner. «Nullachtfünfzehn, das ist nichts für uns», lächelt Epiney verschmitzt.
Epiney ist ein Familienmensch und er geniesst die Treffen mit seinen Eltern und seiner Familie jeweils in vollen Zügen. «Da es in meinem Job nicht immer ganz einfach ist, Hunde zu halten, hüten meine Eltern die beiden, wenn wir im Ausland sind. Sie freuen sich immer darauf, und wenn ich mal zu lange nicht verreise, fragen meine Eltern nach, wann denn die Hunde mal wieder zu ihnen in die Ferien kämen.»
Nebst der herrlichen Aussicht, oben auf der Waid, gefällt ihm der Dorfcharakter Wipkingens: «Ich finde dieses Quartier herrlich und die Leute sehr freundlich. Mir gefallen die Quartierläden, und obwohl ich mitten in Zürich bin, sieht man viel Grün».

Neue Spielshow ab September

Auf die Frage, wo er sich im Alter von 65 Jahren sieht, meint Epiney schmunzelnd: «Keine Ahnung, wo ich dann stehe, aber ab September moderiere ich eine neue Show, das ist alles, was ich momentan weiss. Ich nehme es immer, wie es kommt.» Seine neue Show startet im September und heisst «Wir mal vier». Es ist eine klassische Familienquizshow: Eine vierköpfige Familie muss fünf Stufen mit jeweils vier Fragen überstehen, um am Ende die grosse Finalfrage lösen zu dürfen. Gespielt wird um Traumpreise, welche sich die Familienmitglieder aussuchen dürfen – «sofern sie im Bereich des Zumutbaren liegen», lacht Epiney, der Entertainer der Extraklasse.

«Wir mal vier»
Ab Montag, 26. September, 20.05 Uhr, auf SRF1

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