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Fredy Haffner

fredyhaffner2015Ich bin gebürtiger Höngger. Naja, wenn man’s genau nimmt, Stadtzürcher, denn seit 1934 werden ja keine «waschechten Höngger» mehr geboren, weil die Gemeinde Höngg damals von der Stadt Zürich eingemeindet wurde – einige Jahre nach Wipkingen. Sei’s drum: Meine Wurzeln reichen trotzdem tief in den «Ölberg» und ich kenne Höngg entsprechend gut. Doch als ich Anfang 2009 die Redaktionsleitung des «Hönggers» übernahm, war dies, als wäre zu meinen drei leiblichen Kindern ein Stiefkind dazugekommen, das mich seither immer wieder gefordert hat – wie das alle Kinder halt so tun. Dies änderte sich auch nicht, als ich per April 2012 die Verlagsleitung übernehmen durfte und seither für die Geschicke des «Hönggers» über den redaktionellen Teil hinaus verantwortlich zeichne – und neu auch für das zweite «Zeitungskind», den «Wipkinger».

Die Medienbranche ist seit geraumer Zeit im Umbruch. «Wann war sie das nicht?», mag man fragen. Doch seit Gutenbergs Zeiten stand sie wohl selten vor so einschneidenden Veränderungen wie heute: Das digitale Informationszeitalter bietet eine stetig wachsende Anzahl an Möglichkeiten und gerade für eine kleine Quartier- oder Dorfzeitung wie den «Höngger» ist es nicht einfach, in der Vielzahl die richtigen zu erkennen und zu verfolgen. Die Chance für einen Verlag wie die Quartierzeitung Höngg GmbH, ist es, sich in seiner Kernkompetenz zu stärken: Als Quartierzeitung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Identität zu vermitteln, muss sich der «Höngger» stärker und mit allen Mitteln als die Informationsplattform von und über Höngg schlechthin etablieren. Diesen Gedanken hat der Verlag hinsichtlich des Jahres 2016 auch auf Wipkingen ausgeweitet. Egal zu welchem Thema und über welche Kanäle jemand etwas über Höngg oder Wipkingen erfahren will, in den Printausgaben des 
«Wipkingers», des «Hönggers» oder auf deren ONLINE-Seiten soll man fündig werden. So bleiben beide Zeitungen attraktiv und so kann das Überleben des Verlages, der (respektive dessen Vorgänger) seit 1926 den «Höngger» heraus gibt, auch für die Zukunft gesichert werden und über die beiden Zeitungen seiner Aufgabe als identitätsstiftendes Organ nachkommen.

Diese Aufgabe ist und bleibt eine tägliche Herausforderung, der mit gebührendem Respekt begegnet werden muss – vom ganzen, motivierten Team des «Hönggers» und des «Wipkingers».

In diesem Sinne bedanke ich mich bei Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, für Ihre Treue.

Herzlichst, Fredy Haffner
Telefon 044 340 17 05

E-Mail: fredy.haffner@wipkinger-zeitung.ch