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Quartierleben

Zehn Jahre – Massage gegen Löcher bohren

14. Dezember 2016 von

Foto: zvg

Löcher bohren bei Tauschen am Fluss.

Von

Online seit
14. Dezember 2016

Printausgabe vom
15. Dezember 2016
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Im 2017 wird «Tauschen am Fluss» zehnjährig. Grund genug, zu feiern und zu erzählen, was in den letzten zehn Jahren entstanden ist.

Bei «Tauschen am Fluss» werden Dienstleistungen, Secondhandwaren, Selbstproduziertes, kulinarische Köstlichkeiten und Wissen getauscht. Damit man nicht alles selbst anschaffen muss, können auch Diascanner, Hochdruckreiniger, Bohrmaschine und vieles mehr ausgeliehen werden. Und weil das Löcher bohren nicht jedermanns Sache ist, kann man Barbara, eine Tauscherin, gerade mit der Bohrmaschine buchen. Sie bohrt mit Leidenschaft und Freude Löcher. Die Zeit, die Barbara fürs Bohren braucht, wird auf ihr Stundenkonto gebucht. Damit gönnt sie sich zum Beispiel eine wohltuende Massage oder lässt ihre Wohnung oder die Fenster putzen. Der Tausch findet nicht eins zu eins statt, sondern zwischen allen dreihundertfünfzig Mitgliedern.

Tauschsoftware im Internet

Das Netzwerk nutzt eine internetbasierte Tauschsoftware mit Marktzeitung, Stundenkonto und Kontaktadressen. Darüber finden sich die Mitglieder, und Tauschgeschäfte können so vereinbart werden. Wenn sich die Tauschenden aber an einer der Veranstaltungen von «Tauschen am Fluss» kennenlernen und persönlich im Austausch sind, kommen die Tauschgeschäfte besser zustande. Der nächste Treff zum Feierabend findet am Dienstag, 31. Januar 2017 im GZ Wipkingen statt. Da kann man sich auch unverbindlich über das Netzwerk informieren.

Bei Neuzuzügern sehr beliebt

Nebst dem Tauschen entstehen auch Kontakte, neue Bekanntschaften und Freundschaften. Gerade Menschen aus aller Welt, die nach Zürich ziehen, schätzen das Netzwerk im Quartier – hilft es ihnen doch, Menschen kennenzulernen und zu erfahren, wie hier in Zürich gelebt wird. Die Stadt wird rascher zur Heimat.

Internationale Erfahrungen gemacht

Von den zehn Jahren Tauschen am Fluss gibt es viele Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel die Geschichte des Fernsehsenders Al Arabia News Channel, der eine Reportage über die Schweiz drehen wollte und beim Netzwerk «Tauschen am Fluss» gelandet ist. Einen ganzen Tag haben Tauschende für den Fernsehsender Fenster geputzt, bei einer Chinesin gelernt, wie man Teigtaschen formt und kocht, Löcher gebohrt und Interviews gegeben. Den Film findet man auf der Website www.tauschenamfluss.ch. Auch andere Geschichten, wie «Das rauschende Fest», «Vom Minus ins Plus» etc. kann man auf dieser Website nachlesen. Und ab Mitte Januar werden dort auch die Jubiläums-Veranstaltungen publiziert.

Eingesandt von Ursula Marx, Quartierarbeit GZ Wipkingen

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