Abstimmungen vom 8. März: Wie hat der Kreis 10 abgestimmt?

Wie wurde die SRG-Initiative in Höngg und Wipkingen aufgenommen? Welche Haltung haben beide Quartiere zur Individualbesteuerung? Ein Blick auf die Resultate aus dem Kreis 10.

(Foto: zvg)

Vier eidgenössische Vorlagen kamen am vergangenen Sonntag an die Urne – und sie gaben im Vorfeld mächtig zu reden (wir berichteten). Besonders im Fokus war die Initiative «200 Franken sind genug!», welche die Mittel der SRG stärker kürzen wollte als der Bundesrat. Die Initiative verlangte, die Abgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu begrenzen.

Die Schweiz sagte dazu ein klares Nein mit 61,95 Prozent, ebenso der Kanton Zürich mit 64,39 Prozent. In der Stadt Zürich waren es 74,08 Prozent Nein-Stimmen. In Höngg und Wipkingen hatte die Vorlage keine Chance: 78,22 Prozent waren dagegen.

Ebenfalls stark im Fokus war das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung, welches die sogenannte Heiratsstrafe abschaffen will (wir berichteten). Im Kreis 10 stimmte man mit 73,96 Prozent für die Vorlage, in der Stadt mit 72,93 Prozent. Im Kanton stimmten 59,89 Prozent der Vorlage zu, gesamtschweizerisch war es knapper: 54,26 Prozent sagten Ja.

Hier lohnt es sich zu erwähnen, dass das letzte Wort in Sachen Heiratsstrafe noch nicht gesprochen ist: Eine Initiative der Mitte-Partei, die als Konkurrenz zur Individualbesteuerung aufgegleist wurde, ist noch im Parlament hängig.

Bargeld und Klima

Weiter entschieden die Schweizer Stimmberechtigten über die Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten» und den direkten Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung). Diese wurde mit 54,39 Prozent abgelehnt; im Kreis 10 war man mit hohen 68,58 Prozent dagegen, stadtweit waren es 66,82 Prozent Nein-Stimmen.

Der direkte Gegenentwurf wurde hingegen mit 73,39 Prozent angenommen, in der Stadt Zürich sogar mit 79,26 Prozent und in Höngg und Wipkingen mit 80,37 Prozent. Die Stichfrage war somit nicht mehr massgebend.

Die Klimafonds-Initiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt» wurde hingegen in der Schweiz mit 70,71 Prozent wuchtig abgelehnt. Anders in Höngg und Wipkingen: 52,49 Prozent waren für die Vorlage. Die Stadt hingegen sagte mit knappen 50,87 Prozent Nein.

Die Stimmbeteiligung über alle Vorlagen hinweg lag im Durchschnitt in der Schweiz bei 55 Prozent, in der Stadt bei 62 Prozent und im Kreis 10 bei 68 Prozent.

Quelle: Kanton Zürich  

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