Das Openair Wipkingen hat erneut Geldsorgen

Wegen des starken Gewitters am Freitag, 19. Juni, musste das Openair Wipkingen sein Programm unterbrechen. Der Sturm zerstörte zudem einiges an Infrastruktur. Jetzt fehlt Geld in der Kasse.

Nach dem Regen scheint die Sonne – und nach dem finanziellen Engpass konnte das Crowdfunding die nächste Ausgabe des Openairs sichern. (Foto: zvg)

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, habe die vorübergehende Schliessung des Openairs Wipkingen während des Gewittersturms am vergangenen Freitag Einnahmeneinbussen von rund 40’000 bis 50’000 Franken verursacht. Dies habe die Mitorganisatorin Melinda Bieri der Zeitung mitgeteilt.

Trotz vorbereitender Massnahmen, so wird Bieri zitiert, habe das Gewitter Teile der Infrastruktur wie Zelte und Technik beschädigt. Zudem sei durch den Programmunterbruch die Planung der Auftritte verzögert worden.  

Dies habe insbesondere zur Folge gehabt, dass der Hauptact des Abends, die Berner Band Splendid, auf ihren Auftritt habe verzichten müssen. Eine Verlängerung des Programms sei aufgrund der Bewilligungszeiten nicht möglich gewesen.

Wie Bieri dem «Tages-Anzeiger» weiter mitteilt, würde sich das Organisationskomitee für solche Fälle «etwas mehr Kulanz bei den Bewilligungen» wünschen. Die Stadt jedoch, so zitiert die Zeitung eine Sprecherin, könne die Betriebszeiten nicht nach Belieben ausdehnen.

Ein Sturm sei kein Grund für eine Verlängerung, sondern falle in die Kategorie «höhere Gewalt» und damit zum Risiko, das die Veranstalter*innen tragen.

Budget «schitter wägem Gwitter»

Um das Loch in der Kasse zu füllen, sammelt das OK nun via Website unter dem Titel «Budget schitter wägem Gwitter» Spenden für die Zukunft des Festivals. Diese Strategie hat schon einmal Erfolg gezeigt: Bereits 2024 konnte eine grossangelegte Crowdfunding-Aktion das Überleben des Gratis-Openair sichern.

Damals hatte das regnerische und kühle Wetter dafür gesorgt, dass das Festival von rund 6000 Personen weniger besucht worden war als sonst üblich. Mit dem Spendenaufruf konnten die für den Weiterbetrieb erforderlichen 50’000 Franken aufgetrieben werden.

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