Quartierleben
Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse
Die stark befahrene Rosengartenstrasse in Wipkingen hat im Winter mit einem unangenehmen, teils chemisch riechenden Geruch zu kämpfen. Doch woher kommt dieser, obwohl die Schadstoff-Emissionen insgesamt zurückgegangen sind?
4. Februar 2026 — Redaktion Wipkinger
Das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe über übelriechenden Geruch in der Stadt im Winter, insbesondere starkbefahrenen Passagen wie der Rosenbergstrasse. Dieser Geruch entsteht, trotz verbesserter Emissionswerten im Vergleich zu den Vorjahren, durch ein Wetterphänomen im Winter.
«Der üble Geruch während des Winters in der Stadt liegt an einer sogenannten Inversionswetterlage», erklärte Flavio Kunert, Doktorand am Lehrstuhl für Luftqualität und Partikeltechnologie an der ETH Zürich, im «Tagblatt der Stadt Zürich». Das ist ein Hochdruckgebiet, welches dafür sorgt, dass die kalte, schwerere Luft am Boden bleibt, während die wärmere, leichtere Luft nach oben steigt. Dies führt zu einer Art Luftdeckel, der die kalte Luft am Boden einschliesst, sodass sie sich nicht mit der oberen, wärmeren Luft vermischen kann.
Inversionswetterlage: Ein Phänomen im Winter
In den tiefen Lagen sammeln sich dadurch Schadstoffe, insbesondere Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem durch den Autoverkehr entsteht. Zusätzlich kommen Feinstaubpartikel hinzu. In dieser Zeit werden die Grenzwerte für die Luftbelastung in der Rosengartenstrasse häufig über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg überschritten. Erst wenn Wind aufkommt, kann sich die Luft wieder durchmischen und die schädlichen, übelriechenden Stoffe vertreiben, so berichtete das «Tagblatt der Stadt Zürich».
Emissionswerte in den letzten Jahren halbiert
Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich teilt dem «Tagblatt der Stadt Zürich» mit, dass die Luftqualität in Zürich insgesamt besser geworden ist. In den letzten Jahren haben sich die Emissionswerte in der Rosengartenstrasse sogar halbiert. Teilweise werde der Grenzwert der Stickoxid-Belastung in stark befahrenen Strassen dennoch überschritten. Stickoxid kann laut dem Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Atemwegsinfektionen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

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