Debatte um Mehrzweckstreifen in Wipkingen dauert an

Der Quartierverein Wipkingen wirft der Stadt Zürich vor, das Thema Mehrzweckstreifen auszusitzen. Eine Entscheidung des Stadtrats über ein entsprechendes Begehren wird frühestens im Sommer 2026 erwartet.

Der Mehrzweckstreifen in Wipkingen. (Foto: Wolfgang Kweitel)

Auch 2025 hat der Mehrzweckstreifen den Quartierverein Wipkingen beschäftigt, wie dieser in einer Mitteilung schreibt. Trotz rechtlicher Einwände und wiederholter Interventionen sei weiterhin keine Veränderung in Sicht (wir berichteten).

Der Quartierverein liess sich deshalb von einer auf Baufragen spezialisierten Anwaltskanzlei beraten. Diese komme zum Schluss, dass der Mehrzweckstreifen als «rechtswidrige Verkehrsanordnung» einzustufen sei, für die es in der Signalisationsverordnung keine Grundlage gebe.

Auch die Versuchsdauer von inzwischen über vier Jahren überschreite laut Einschätzung des Quartiervereins die gesetzlich zulässige Frist für Testphasen von maximal einem Jahr deutlich.

Begehren um Neubeurteilung

Der Quartierverein habe daraufhin von der Stadt Zürich die Aufhebung des Mehrzweckstreifens und die Wiedereinführung von Fussgängerstreifen verlangt. Im Juni 2025 habe die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass der Quartierverein beim Stadtrat ein Begehren um Neubeurteilung stellen könne. Dieses habe der Quartierverein anschliessend eingereicht – danach habe er lange nichts mehr gehört.

Auf Nachfrage sei dem Quartierverein mitgeteilt worden, dass eine Behandlung des Anliegens durch den Stadtrat voraussichtlich erst im Sommer 2026 erfolgen werde. Für den Quartierverein heisst das: Die Stadt sitze das Problem aus.

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