Die stehende Welle beim Letten ist keine neue Idee

Anfang April wurde eine Motion eingereicht, die den Stadtrat auffordert, eine stehende Welle beim Letten zu prüfen. Das erinnert an das einstige Vorhaben mit der «Limmatwave» aus dem Jahr 2005.

Die stehende Welle in München, hier im Bild, dient als Vorbild. (Foto: zvg)

Surfen und Kajakfahren in der Limmat. Das schwebt den Gemeinderäten Marco Denoth, Matthias Renggli (beide SP) sowie Christian Traber (Die Mitte) vor. Und zwar im Limmatkanal unterhalb des Laufwasserkraftwerks Letten. Funktionieren soll das mit einer sogenannten stehenden Welle.

Das geht aus einer Motion hervor, die von den drei Politikern am 1. April eingereicht wurde (wir berichteten). Der Stadtrat würde demnach beauftragt, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, um eine solche Welle zu erschaffen.

Die Limmatwave

Die Idee ist nicht neu: Bereits im Jahr 2005 reichten Christian Traber (damals CVP) und sein Parteikollege Gerold Lauber, damals noch Gemeinderat, ein Postulat ein, dass den Stadtrat bat zu prüfen, wie die Realisierung des «innovativen Projektes» Limmatwave unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anwohnerschaft unterstützt werden kann. Auch diese stehende Welle wäre beim Letten unterhalb des EWZ eingeplant gewesen.

Die sogenannte Limmatwave, für die auch ein eigener Verein gegründet wurde, verfüge über ein «sorgfältig und ausgereiftes Konzept, das weltweit auf gute Resonanz stosse», wie es im Postulat heisst. Weiter sei das Projekt auf kantonaler sowie kommunaler Ebene umfangreich geprüft worden.

«Abgesoffen»

Doch die Limmatwave hatte keinen Erfolg im Gemeinderat, der sich erst fünf Jahre später mit dieser Frage befasste. Mit 66 zu 46 Stimmen sei die «Stehende Welle abgesoffen», schrieb der «Blick am Abend» seinerzeit. Laut dem «Tages-Anzeiger» sprach damals die SVP von einer «Spassgesellschaft», und dass sich diese eine Stromvergeudung von 1,4 Prozent «erkaufen würde». Zumal, so die SVP, die verstärke Strömung eine Gefahr für die badenden Kinder in der Badi Unterer Letten sei.

Die FDP monierte, dass sich diese Welle nicht mit der Fischtreppe vereinbaren liesse und es sich dabei um ein Bedürfnis von wenigen handle. Stimmen aus AL, SP und Grünen waren zudem der Meinung, der Letten vertrage keine weiteren Events.

0 Kommentare


Themen entdecken