Doch kein Neubau am Imfeldsteig in Wipkingen

Ein städtisches Neubauprojekt am Imfeldsteig in Wipkingen hätte für kostengünstigen Wohnraum sorgen sollen. Jetzt hat die Stadt das Projekt gestoppt, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet.

Ansicht Bestandsbau Terrasse und Neubau. (Foto: Dominic Büttner, Zürich)

Wieder einmal ein Bauprojekt, das zu reden gibt. Doch dieses Mal nicht deswegen, weil gebaut wird, sondern weil eben gerade nicht gebaut wird: Am Imfeldsteig 1 in Wipkingen, so berichtete die «Limmattaler Zeitung», war vonseiten der Stadt ein grösseres Bauvorhaben geplant gewesen.  

Konkret habe das Haus mit Baujahr 1904 saniert werden sollen und gleichzeitig das umliegende 1500 Quadratmeter grosse Grundstück besser ausgenutzt werden sollen. Zu diesem Zweck habe die Stadt einen Architekturwettbewerb durchgeführt – Kostenpunkt 275’000 Franken.

Fünf Architekturbüros seien, so die «Limmattaler Zeitung» mit Verweis auf Liegenschaften Stadt Zürich, am Wettbewerb beteiligt gewesen. Das Siegerprojekt des Architekturbüros Candrian Meier sah einerseits die Sanierung des Altbaus, andererseits zwei Neubauten mit Platz für insgesamt 38 Wohnungen.

Geplant war der Baubeginn für den Herbst 2027. 2024 wurde von der Stadt hierfür ein Projektierungskredit in der Höhe von 2,28 Millionen Franken bewilligt, Zielkosten des Baus waren 11 Millionen Franken.

Zu teure Mieten

Doch im Februar dieses Jahres wurde das Projekt von der Stadt gestoppt. «Es hat sich herausgestellt, dass der ursprünglich gewählte Ansatz – Gesamtsanierung mit zwei Ergänzungsneubauten – in vorliegendem Projekt zu teuer geworden wäre», zitiert die Zeitung die Liegenschaftsverwaltung der Stadt.

Schuld an den hohen Kosten sei die Hanglage und der enge Bauperimeter, was die zukünftigen Mietpreise der Wohnungen in die Höhe getrieben hätte. Gemeinnütziger Wohnungsbau wäre so nicht mehr möglich gewesen.

Die Stadt hat daher ihre Pläne geändert und sieht nun lediglich noch eine Instandsetzung des Altbaus ohne ergänzende Neubauten vor. Hierfür solle gemäss «Limmattaler Zeitung» bis Ende Jahr ein neuer Projektierungskredit stehen, das neue Projekt solle voraussichtlich 2028 zustande kommen.

Nachbarschaft begrüsst das Vorgehen

Wie viele Wohnungen hier nun entstehen sollen, geht aus den Informationen noch nicht hervor, ebenso wenig, wer mit dem Bauvorhaben beauftragt werden soll. Auch das um seinen Auftrag nun geprellte Architekturbüro Candrian Meier stand nach Angaben der Zeitung für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.

Für die Nachbarschaft, zumindest Teile davon, sind dies aber gar keine so schlechten Nachrichten, wie die «Limmattaler Zeitung» weiss: Sie zitiert einigeAnwohnende, die es durchaus begrüssen, dass der Neubau gestoppt wurde. Denn damit, so die Stimmen aus der Nachbarschaft, bleibe ihnen das Grünareal erhalten. Statt Gebäuden wünschen sie sich an dieser Stelle vielmehr eine Magerwiese mit hitzeresistenten Bäumen.

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