Durch die rote Brille: Blockade am Rosengarten und mutloser Stadtrat

In der Kolumne «Durch die rote Brille» melden sich SP-Persönlichkeiten aus dem Kreis 10 zur Wort. Heute ist es Nicola Siegrist, Kantonsrat und Präsident der JUSO Schweiz.

Nicola Siegrist ist Kantonsrat und Präsident der JUSO Schweiz. Foto: zvg)

Erneut kriegen wir keine Ruhe am Rosengarten. Das zweite Gesuch für eine Sperrung zum verschobenen 50. Jahrestag wurde vom Kanton abgelehnt. Das ist aber nicht die einzige Blockade durch den Kanton.

Bei der Bellerivestrasse will die Stadt mit einem zeitlich begrenzten Versuch die Anzahl Spuren reduzieren. Dies macht nicht nur stadtplanerisch Sinn, sondern würde auch die anstehenden Unterhaltsarbeiten deutlich vereinfachen. Zwei Monate vor Versuchsbeginn hat der Kanton das Projekt nun verboten. 

Ähnliche Situation am Rosengarten: Nach der wuchtigen Ablehnung des rückwärtsgewandten Rosengartentunnels hat der Stadtrat geplant, auf der Strasse eine Temporeduktion anzuordnen. Eine gute Massnahme gegen den Lärm und für die Luftqualität. Seit 21 Monaten lässt uns der Regierungsrat da warten.

Der Kanton blockiert die Stadt. Unverständlich.

Doch auch der Stadtrat zeigt zu wenig Mut. Wenn die Stadt Zürich vorwärts machen will, soll sie auch dafür kämpfen. Dies erwarte ich vom Stadtrat und der Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart.

Eingesandt von Mathias Egloff, Gemeinderat, SP Zürich 10

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