Ein Festival für das Wasser

Im März und April des kommenden Jahres wird sich in und ums GZ Wipkingen alles um das Wasser drehen. Organisiert von der Zürcher Hochschule der Künste finden einen ganzen Monat lang Kunst- und Kulturveranstaltungen zum nassen Element statt.

«Urban Waters» würdigt die Bedeutung des Wassers. (Foto: Karl Guyer)

Wasser ist Leben. Eine Plattitüde – und doch wahr. Der Mensch selbst besteht zu einem Grossteil aus Wasser und ohne dieses ist auf der Erde keine Existenz möglich. Auch die Stadt Zürich ist voll des kühlen Nasses: Hier fliesst es nicht nur aus dem Wasserhahn oder fällt in Form von Regen vom Himmel, sondern ist auch in den Fliess- und Seegewässern im Stadtbild allgegenwärtig.

Deshalb widmet sich vom 13. März bis zum 12. April 2026 ein ganzes Festival in und rund um das GZ Wipkingen diesem Thema. Im Mittelpunkt von «Urban Waters» steht dabei der Kerngedanke, der Bevölkerung das Wasser und die Gewässer näher zu bringen, ihr zu ermöglichen, das Element auf vielfältige und spielerische Art erleben zu können und es in seinen sozialen und kulturellen Dimensionen begreifen und nachhaltig bewahren zu lernen.

Interdisziplinäre Erlebnisse rund ums Wasser

Organisatorin des Festivals wird die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sein, finanziert hingegen wird es durch das AWEL, das kantonale Amt für Wasser, Energie und Luft, genauer durch das Projekt «#hallowasser». Dieses Projekt konnte dank der Jubiläumsmillion der Zürcher Kantonalbank ins Leben gerufen werden.

Inhalt des Projekts sind einerseits die Schaffung von neuen Zugängen und Sichtweisen zu den Fliess- und Seegewässern im Kanton, andererseits die Organisation von Erlebnissen rund um das kostbare Element. Alle, die eine spannende Idee rund ums Wasser haben, konnten sich hier bewerben.

Die ZHdK ergriff diese Gelegenheit: «Unsere Hochschule», so erklärt der Projektleiter Michael Krohn zur Entstehung von «Urban Waters», «hat die Projektidee entwickelt und sie im vergangenen Jahr beim AWEL eingereicht.» In interdisziplinären Kunstprojekten und Performances wollten Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Hochschule das Thema Nachhaltigkeit und Wasser mit Kunst und Design in Verbindung bringen.

Die Idee stiess beim Amt auf Anklang und konnte im Februar 2025 im Strandbad Tiefenbrunnen realisiert werden. 10 Kunstinstallationen und 15 Performances unterschiedlichster Art gehörten zum Programm. Die kostenlosen und frei zugänglichen Darbietungen fanden an vier Wochenenden in der Badi statt, die Kunstinstallationen waren den ganzen Monat über zu bewundern. «Und weil das Projekt nicht nur die Bevölkerung, sondern auch das AWEL zu überzeugen vermochte und ein grosses Publikum erreichen konnte, findet es im kommenden Jahr nun eine Fortsetzung», erläutert Krohn.

Allerdings nicht mehr am See, sondern an der Limmat und in Zusammenarbeit mit dem GZ Wipkingen. «Das Besondere an dieser Veranstaltung ist für uns nicht nur der Wechsel vom See zur Limmat, sondern auch, dass wir uns als Hochschule nun mit der Veranstaltung quasi direkt vor unserer Haustür präsentieren und die gute Nachbarschaft zu Wipkingen und dem GZ pflegen können.»

Rund 40 verschiedene Exponate und Performances

Die Teilnahme am Festival wurde erneut hochschulintern ausgeschrieben. Rund 80 Kunstschaffende, Studierende und Dozierende hätten sich mit einem eigenen Projekt beworben, davon seien, so Krohn, durch eine Jury 23 Kunstwerke und 16 verschiedene Veranstaltungen ausgewählt worden. Die Teilnehmenden erhalten nun von der Hochschule einen finanziellen Beitrag, um ihre Projekte realisieren zu können.

Das genaue Programm ist noch nicht veröffentlicht, wird jedoch in Kürze auf den Webseiten von «Urban Waters» und dem GZ Wipkingen zu finden sein. Auf jeden Fall wird auch dieses Festival der breiten Bevölkerung unentgeltlich zur Verfügung stehen und von Jung bis Alt allen etwas zu bieten haben.

Geplant sind neben den Kunstinstallationen auch Vorträge, Lesungen, Konzerte, Workshops, Theaterperformances und vieles mehr – sowohl in den Räumlichkeiten des Gemeinschaftszentrums, als auch auf der Wiese des Wipkingerparks, dem Kloster-Fahr-Weg und beim Ampèresteg. Ein besonderer Schwerpunkt des Festivals wird auf dem 22. März liegen, dem Internationalen Tag des Wassers. An diesem Sonntag sollen ganztägig Veranstaltungen durchgeführt werden.

Urban Waters

13. März bis 12. April.
Weitere Informationen: www.zhdk.ch/nachhaltigkeit/urbanwaters

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