Quartierleben
Eine «stehende Welle» in der Limmat?
Just am 1. April reichten drei Gemeinderäte der SP und Die Mitte eine Motion ein, die den Stadtrat auffordert, eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, um eine stehende Welle zu realisieren.
10. April 2026 — Redaktion Wipkinger
Surfen und Kajakfahren – und das mitten in Zürich in der Limmat. Das schwebt den Gemeinderäten Marco Denoth, Matthias Renggli (beide SP) sowie Christian Traber (Die Mitte) vor. Und zwar im Limmatkanal unterhalb des Laufwasserkraftwerks Letten. Funktionieren könne das mit einer sogenannten stehenden Welle.
Das geht aus einer Motion hervor, die von den drei Politikern am 1. April eingereicht wurde. Der Stadtrat würde demnach beauftragt, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, um eine solche Welle zu erschaffen.
Geeignete hydrologische Voraussetzungen
Die drei Gemeinderäte begründen ihre Motion damit, dass sich Surfen und Kajakfahren in verschiedenen Städten als «attraktive, öffentlich zugängliche Freizeitangebote» etabliert hätten, und verweisen dabei auf den Eisbach in München. Und weiter: Stehende Wellen würden sportliche Aktivitäten im urbanen Raum mit Bewegung, Erholung und Stadtraum auf innovative Weise verbinden.
Der Vorschlag wäre aus Sicht der drei Politiker ideal, da beim Laufwasserkraftwerk Letten das Wasser durch die Turbine und danach «relativ schnell und mit angenehmer Tiefe in Richtung und durch das Flussbad Unterer Letten» laufe. Das seien geeignete hydrologische Voraussetzungen für die Erzeugung einer stehenden Welle. Eine Umsetzung müsste selbstverständlich mit dem laufenden Kraftwerksbetrieb sowie dem «sensiblen und urbanen Flussraum» vereinbar sein.
Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle
Die drei Politiker denken dabei an «bewährte wasserbauliche Lösungen» wie feste Rampen, Schwellen oder regulierbare Elemente, die an unterschiedliche Abflussmengen angepasst werden können. Prüfenswert könnten auch «Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle» sein, die an veränderte Abflussmengen angepasst werden könnten.
Ob die Motion an den Stadtrat überwiesen wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen.

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