Handeln hilft

Bei vielen Menschen besteht offenbar zunehmend ein Gefühl der Unsicherheit. Solchen Unsicherheiten liegt meist auch der Eindruck zugrunde, man könne ja doch nichts machen. Aber stimmt das?

Das Prinzip der Nachbarschaftshilfe ist es, sich gegenseitig zu unterstützen. (Symbolbild: Pixabay)

Ein Gastbeitrag von Ruedi Winkler, Präsident der Genossenschaft Zeitgut

Die Stoiker haben ein einfaches Grundprinzip: Was sie nicht beeinflussen können, ignorieren sie. Sie konzentrieren sich auf das, worauf sie Einfluss haben. Aber dort, wo sie Einfluss haben, da machen sie ihn auch dezidiert geltend. Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft (ein guter Mensch sein) und Mitgefühl sind zentrale Werte.

Es mag jetzt ein gewagter Sprung sein, von den Stoikern zur Nachbarschaftshilfe, aber so weit hergeholt ist er nicht. Die Nachbarschaftshilfe will genau dort Einfluss nehmen, wo wir auch Einfluss haben: in unserem Quartier. Und das Prinzip der Nachbarschaftshilfe, nämlich einander zu unterstützen, einander aufmerksam zu begegnen und Verantwortung füreinander zu übernehmen ist sehr nahe bei den Stoikern.

Unterwegs mit Zeitgut

Bei Zeitgut Höngg-Wipkingen gibt es ganz viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Man kann eine andere Person unterstützen, sich in einem der Projekte engagieren, eine eigene Projektidee einbringen, vernetzen mit anderen Organisationen, Fundraising, Mitarbeit im Vorstand und vieles mehr.

Zeitgut ist auch immer mit Projekten unterwegs. Zurzeit laufen zwei: Zum einen das Projekt «Einsame Seniorinnen vernetzen», zum anderen das Projekt «Offener Tisch». Beim Seniorinnenprojekt suchen wir Wegbereiterinnen. Das sind Personen, die beruflich oder privat Kontakt haben mit einsamen Personen, von denen sie wissen, was für Wünsche sie haben, die sie aber wegen ihrer Einsamkeit nicht umsetzen können.

Die Wegbereiterinnen sagen diesen Personen, dass Zeitgut jemanden für sie sucht, die oder der das ermöglichen wird. Vorausgesetzt, sie sind einverstanden. Wir freuen uns sehr, wenn sich mögliche Wegbereiter*innen bei uns melden.

Beim Projekt «Offener Tisch» suchen wir Restaurants oder Cafés, die bereit sind, zu bestimmten Zeiten einen Tisch zu reservieren, der dann dazu dient, zusammenzusitzen, zu diskutieren und sich kennenzulernen. Die Form besprechen wir mit den betreffenden Restaurants. Bereits machen vier mit und weitere sind in der Pipeline.

Fühlen Sie sich angesprochen, haben Sie Fragen oder möchten ganz einfach mit uns Kontakt aufnehmen, dann kommen Sie auf uns zu, wir freuen uns darauf.

www.zeitgut-zuerich.ch

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