Jetzt kann der Standort für den Recyclinghof ausgewählt werden

Der künftige Standort Waidhalde für den mobilen Recyclinghof kommt im Quartier Wipkingen nicht gut an. Neu hat die Stadt vier Alternativen ins Spiel gebracht, die als mögliche Standorte in Frage kommen.

Schlange stehen für die Entsorgung. (Foto: das)

Vielleicht war die Welt zu Zeiten der Entsorgungscoupons ja doch noch ein bisschen einfacher: Dann wusste man nämlich noch ziemlich genau wohin mit dem Sperrmüll. Seit Stadträtin Simone Brander diese Coupons jedoch abgeschafft hat, ist die Sache ein wenig komplizierter.

Neu kann die Quartierbevölkerung einmal monatlich vom Angebot eines mobilen Recyclinghofs profitieren, der direkt ins Quartier kommt. In Höngg ist dafür einerseits die Tramschlaufe an der Winzerstrasse vorgesehen, wo bis anhin das Cargotram Halt machte – und der Pausenplatz des Schulhauses Lachenzelg.

Komplexe Lage in Wipkingen

Für Wipkingen ist die Lage komplex: Eigentlich ist als Standort das Schulhaus Waidhalde vorgesehen. Weil es aber noch eine Weile dauert, bis diese mobilen Recyclinghöfe richtig in Betrieb sind, wurde die Zeit bis dahin mit mehreren Recyclingaktionen überbrückt – aber nicht bei der Waidhalde, sondern auf dem Röschibachplatz (wir berichteten). Der Zulauf war gross, die Stimmung ausgelassen, die Anwohnerschaft zufrieden und vollbepackt mit Matratzen, Schränkchen und alten Koffern.

Doch die Waidhalde als künftiger Entsorgungsstandort kommt nicht gut an. Denn die Krux ist – die Entsorgung ist nur mit dem öV oder zu Fuss möglich. Mit dem Auto anfahren und das Sperrgut abladen ist nicht erlaubt. Und deswegen ist der Waidhalde-Standort als einer der höchsten Punkte im Quartier aus Sicht vieler suboptimal gewählt.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Der Unwille der Bevölkerung und insbesondere des Quartiervereins Wipkingen ist indes auch der städtischen Verwaltung nicht entgangen. Und deswegen, so teilt Beni Weder, der Präsident des Quartiervereins mit, habe das ERZ nun vier Alternativvorschläge zum Schulhaus Waidhalde erarbeitet.

Der Quartierverein seinerseits hat dazu eine Umfrage gestartet, die online auf der Website des Vereins durchgeführt wird. Mittlerweile hätten sich, so Weder, bereits über 150 Menschen an der Umfrage beteiligt.

Gewählt werden kann zwischen zwei verschiedenen Varianten beim Schulhaus Letten sowie einem Standort beim Schulhaus Nordstrasse – und auf dem Röschibachplatz. Auch der gewünschte Tag und die Startzeit kann angegeben werden. Welcher Standort bis anhin von den Teilnehmenden favorisiert wird, ist der Redaktion nicht bekannt.

Die Umfrage läuft noch bis am Freitag 17. April 2026. Die Resultate werden anschliessend auf der Website des Quartiervereins publiziert und dem ERZ mitgeteilt. 

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