Neulich auf dem «Röschi»: Weg mit dem Gerümpel

Vergangenen Montag fand erneut eine Entsorgungsaktion auf dem Röschibachplatz statt. Ab Juni wird der Mobile Recyclinghof dann regelmässig einmal monatlich in Wipkingen Station machen – allerdings beim Schulhaus Waidhalde. Das sorgt für Unmut.

Schlange stehen für die Entsorgung. (Foto: das)

«Der Entsorgungsstandort Wipkingen gehört publikumsmässig zu den Top 3 Standorten in der Stadt Zürich», erklärt ein Mitarbeiter von Entsorgung und Recycling Zürich der Journalistin, als sie an diesem Montagnachmittag eine Stippvisite bei der Entsorgungsaktion auf dem Röschibachplatz macht. Eine Aussage, die zwar nicht so leicht zu überprüfen ist, durch den Eindruck vor Ort aber eindeutig bestätigt wird.

Zwar ist heute nicht mehr ganz so viel Betrieb wie bei der vorhergehenden Entsorgungsaktion im November, doch auch jetzt hat der Anlass fast ein wenig den Charakter eines Strassenfestes: Mit Cargo-Velos, Einkaufswagen, Ikea-Taschen und Transportwagen, die vor Ort ausgeliehen werden können, strömen Dutzende auf den Platz, um ihre Matratzen, Kinderfahrräder, Holzgestelle, Staubsauger und allerhand weiteren Hausrat loszuwerden.

Auch getauscht wurde fleissig. (Foto: das)

Man stellt sich geduldig in die lange Schlange, trifft sich, plaudert. Reger Betrieb herrscht auch am Tauschplatz: Hier können Alltagsgegenstände wie Bücher, Schallplatten und Lautsprecher abgegeben oder gratis mitgenommen werden.

Lieber auf dem Röschibachplatz

Die Entsorgungsaktion der Stadt Zürich kommt an, wie man auf Nachfrage hört. Allerdings vor allem dann, wenn besagte Entsorgung auf dem «Röschi» stattfindet. Dass der mobile Recyclinghof ab Juni auf den Schulhausplatz der Schule Waidhalde verlagert werden wird (wir berichteten) stört aber die meisten Befragten massiv.

«Lieber etwas weniger häufig Entsorgungsaktionen, anstatt auf den Berg hochsteigen zu müssen», erbost sich eine Anwohnerin, «das ist doch das Hinterletzte.» Das Angebot der Recyclinghöfe sei schon okay, sagt eine andere Quartierbewohnerin, «aber es selektioniert sehr stark.»

An Nachmittagen unter der Woche könnten ja nur Leute entsorgen, die nicht berufstätig sind. Und in der Nähe wohnen. Man müsse auch noch einigermassen gut zu Fuss sein und schwer tragen können, erklärt die Dame. «Da waren die Entsorgungscoupons schon gut. Warum mussten die eigentlich ganz abgeschafft werden? Die Hälfte davon hätte man eigentlich beibehalten können», sagt sie.

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