Wasser mit allen Sinnen erleben

Wasser durch einen Spiegel betrachten? Hören, wie die Limmat klingt? Die Ausstellung «Urban Waters» eröffnet einen sinnlichen und partizipativen Zugang zum Thema Wasser. Besuchende erleben das Element durch künstlerische Erfahrung.

Mit der Kunstinstallation «OCTOTON» kann man den Geräuschen der Limmat lauschen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
«flussaufwärts, flussabwärts» rückt das Wasser ins Zentrum. In ihrer Überlagerung wirken die Fotografien zunächst irritierend, fast fremd. Diese Irritation dient der Schärfung des Blicks für das Alltägliche. (Foto: Jasmine Osterwalder)
«Limmat Reflected» verändert die Wahrnehmung der Limmat, indem sie Spiegelungen als Vermittler zwischen Betrachter:in und Wasser einsetzt. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Feine Wasserdüsen formen einen scheinbar greifbaren, grossen Wasserwürfel, um mit «My Rainbow» das Phänomen der Spektralfarben durch Lichtbrechung physisch erfahrbar zu machen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Die Installation «Ooopacity». (Foto: Jasmine Osterwalder)
«Sensing the Water in Zurich» ist inspiriert von den Zürcher Trinkbrunnen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
«Swept Away by the Undertow» – eine immersive Installation, die die gemeinsamen Kreisläufe von Wasser, Körpern und urbanem Leben nachzeichnet. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Flüchtige Momente der Befreiung, festgehalten in der Strassenfotografie-Serie «Swimmers». (Foto: Jasmine Osterwalder)
«Tangled»: Das Kunstobjekt soll gleichzeitig Verspieltheit und Unbehagen hervorrufen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Eintauchen in eine faszinierende Unterwasserwelt bei «Whispering Sediments». (Foto: Jasmine Osterwalder)
«Die Farben unseres Wassers» laden ein, die Farben des Wassers genau zu betrachten, zu vergleichen und selber zu mischen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
«eaudiospheres» – eine immersive Klanginstallation am Limmatufer. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Bei «Ankerpunkt – das kleine Boot» können Besuchende das Boot mit einer Kurbel selbst in Bewegung setzen. (Foto: Jasmine Osterwalder)
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Die Ausstellung «Urban Waters» der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) findet bis 12. April direkt an der Limmat beim GZ Wipkingen statt. Insgesamt 39 Installationen laden dazu ein, Wasser neu zu entdecken. Ergänzt wird die Ausstellung an den Wochenenden durch ein vielfältiges Programm mit Workshops und Veranstaltungen für Gross und Klein.

Initiiert wurde das Projekt im Jahr 2024 durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), das die ZHdK beauftragte, Erlebnisse zum Thema Wasser zu entwickeln. Ziel war es, Umweltfragen über künstlerische Perspektiven erfahrbar zu machen. Für die künstlerische Leiterin Juliana Schneider liegt darin die besondere Stärke der Ausstellung: «In der Ausstellung gibt es keine Fakten, Nummern und Graphen – unsere künstlerische Perspektive macht den Zugang emotionaler und sinnlicher.»

Juliana Schneider, die künstlerische Leitung von «Urban Waters». (Foto: zvg.)

Sinnliche Installationen

So zum Beispiel beim «OCTOTON», einer mehrheitlich aus Recyclingmaterialien entstandenen Tintenfischinstallation. Aus den Alutentakeln erklingen Wassergeräusche. Die Installation «I’m Happy When It Rains» hingegen funktioniert nur bei Regen: in verschiedenen Behältern dem Klang und Rhythmus fallender Regentropfen lauschen. Die Sensoren der Installation «My Rainbow» werden erst mit dem Sonnenlicht aktiviert. Feine Wasserdüsen formen einen Wasserwürfel und machen das Phänomen der Spektralfarben durch Lichtbrechung erfahrbar.

Die ausgestellten Arbeiten stammen von Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni der ZHdK. Insgesamt wurden 65 Projekte eingereicht, aus denen eine Jury eine Auswahl anhand verschiedener Kriterien traf. «Wir wollten ein vielfältiges Programm zusammenstellen, das unterschiedliche Zugänge ermöglicht und ein breites Publikum anspricht. Gleichzeitig musste die Umsetzbarkeit gewährleistet sein», erklärt Schneider.

Die Ausstellung verfolgt ein klares Ziel: Besuchende sollen Wasser bewusster wahrnehmen und mit einem neuen Blick darauf nach Hause gehen. «Sie sollen motiviert werden, achtsam mit Wasser umzugehen», so Schneider. Bereits diskutiert wird über eine Fortführung der Ausstellung im kommenden Jahr.

Das Programm

«Urban Waters» präsentiert noch bis 12. April im GZ Wipkingen Performances, Workshops, Lesungen, Konzerte und Kunstinstallationen an der Limmat unter freiem Himmel. Das öffentliche Kunstfestival inspiriert zum Nachdenken und Erleben der ökologischen, sozialen und kulturellen Bedeutung des Wassers. 

Zum vollständigen Programm

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