Quartierleben
Wipkingerplatz: Erst Postulate, dann Mitsprache
Auf das ursprünglich für den Sommer angekündigte Mitwirkungsverfahren zur Neugestaltung des Wipkingerplatzes wartet die Quartierbevölkerung noch immer. Der Stand der Dinge.
21. September 2026 — Redaktion Wipkinger
Nicht nur der Verkehr auf der Rosengartenstrasse ist ein im Quartier vieldiskutiertes Thema, auch die Neugestaltung des momentan noch sehr verkehrlastigen Wipkingerplatzes steht seit Jahren im Fokus des öffentlichen Interesses. Die Aufwertung des Platzes ist zwar beschlossene Sache, wie diese aber genau aussehen soll, ist noch völlig offen.
Ein Mitwirkungsverfahren mit der Quartierbevölkerung zur Erörterung dieser Frage war ursprünglich für diesen Frühsommer geplant gewesen und durch eine Spurgruppe bereits in mehreren Treffen vorbereitet worden.
Wie der «Höngger Wipkinger» aber schon im Juni berichtete, wurde dieses verschoben. Man müsse auf die Auswahl der Planungsbüros warten, hiess es damals von der Stadt. Zumindest die Website mit Informationen zum Projekt und einer Umfrage für die Quartierbewohnenden hätte jedoch, so die Aussage der Stadt, bis August aufgeschaltet werden sollen.
Seither ist jedoch wenig bis gar nichts passiert – zumindest nichts, wovon die Öffentlichkeit Kenntnis hätte. Die Website ist nach wie vor nicht online, auch ein Verschiebedatum für das Mitwirkungsverfahren wurde bis anhin nicht bekannt gegeben.
Politische Geschäfte
Auf erneute Anfrage dieser Zeitung erklärt Evelyne Richiger von der Kommunikationsabteilung des Tiefbauamts: «Es ist uns ein Anliegen, dass mit dem Mitwirkungsverfahren zum Wipkingerplatz bald gestartet werden kann. Da aber mehrere politische Geschäfte zum Wipkingerplatz eingegangen sind, müssen wir diese zuerst bearbeiten.»
Bei den Geschäften handele es sich, so Richiger weiter, um zwei Postulate im Gemeinderat, die noch in Bearbeitung respektive in Abklärung seien. Zum einen ist dies ein Postulat von Roland Hurschler, Jürg Rauser und Roland Hohmann von den Grünen, die den Stadtrat auffordern zu prüfen, ob statt des Abrisses des Postgebäudes auch eine zukünftige Nutzung desselben als Kultur- und Freizeitanlage möglich wäre.
Das zweite Postulat der Fraktionen der AL, Grünen sowie der SP bezieht sich auf die aktuelle Nutzung des Postgebäudes und fordert den Stadtrat auf zu prüfen, wie «die bestehende selbstverwaltete Nutzung (…) belassen werden kann, bis ein (…) neues Nutzungskonzept beschlossen ist.
Bevor diese Angelegenheiten geklärt seien, mache laut Richiger die Aufschaltung der Website und die Umfrage im Quartier keinen Sinn.


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