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Bezahlbare Kinderbetreuung für alle

30. März 2016 von

Foto: zvg
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Online seit
30. März 2016

Printausgabe vom
31. März 2016
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Kinderbetreuung geht alle an und muss bezahlbar sein. Im Kanton Zürich ist die Kostenbeteiligung der Eltern zu hoch. Dies kann mit der Annahme der Initiative «Kinderbetreuung für alle» geändert werden.

Obwohl es im Kanton Zürich mittlerweile viele Kita-Plätze gibt, bezahlbar sind sie noch lange nicht. Ein Tag in einer Krippe kostet rund 111 Franken, etwa gleich viel wie in den Nachbarländern. Dort müssen allerdings die Eltern maximal 25 Prozent der Kosten tragen, im Kanton Zürich sind es 66 Prozent. Das schenkt ein. Hier hat die Alternative Liste AL mit ihrer kantonalen Volksinitiative «Bezahlbare Kinderbetreuung für alle» eine Lösung.

120 Millionen jährlich

Am 25. September 2016 kommt die kantonale AL-Volksinitiative «Bezahlbare Kinderbetreuung für alle» zur Abstimmung. Der Kanton Zürich weigert sich bis heute, die Kosten von Krippen und Horten mitzufinanzieren. Darum müssen Eltern im reichen Kanton Zürich viel mehr für die Kinderbetreuung bezahlen als anderswo. Unsere Initiative will das ändern. Sie verlangt die Schaffung eines kantonalen Betreuungsfonds, in den die Unternehmen zwei bis fünf Promille der AHV-pflichtigen Lohnsumme einzahlen sollen. Mit den rund 120 Millionen Franken, die so jährlich zusammenkommen, soll die Kinderbetreuung auch ausserhalb von Zürich und Winterthur ausgebaut, für die Eltern bezahlbar und die Gemeinden tragbar gemacht werden.

Kantonsrat stellt sich taub

Mit Arbeitgeberbeiträgen finanzierte Betreuungsfonds sind ein Finanzierungsmodell, das in der Westschweiz bereits seit zehn Jahren bestens funktioniert. Trotzdem hat der Kantonsrat unsere Initiative am 14. März mit 119 gegen 52 Stimmen von AL, Grünen und SP abgeschmettert. Jetzt müssen wir an der Urne für einen Kurswechsel sorgen!

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