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SVP

Danke für die Bescherung, Kinder!

14. Dezember 2016 von

Martin Bürlimann, Gemeinderat SVP

Von

Online seit
14. Dezember 2016

Printausgabe vom
15. Dezember 2016
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Freuen Sie sich über Weihnachtsgeschenke, von denen Sie wissen, dass sie noch nicht bezahlt sind?

Das grösste Geschenk, das wir heuer wiederum erhalten, stammt von unseren eigenen Kindern. Nur haben wir sie nicht gefragt, ob sie das auch verschenken wollen. Und vor allem nicht, ob sie in vielen Jahren gerne bezahlen, was wir uns heute einfach nehmen. Die Stadt Zürich hat zehn Milliarden Franken Schulden. Wir leben in Saus und Braus und kümmern uns nicht, wer die Spesen übernimmt. Die heutige Politik verhält sich wie ein verzogener Jugendlicher. Solange noch Geld aus dem Bancomaten kommt, wenn man das Kärtchen hineinschiebt, solange ist doch alles gut.

«Ausgaben verdoppelt» = «kaputtsparen»?

Auch die Ausgaben des Bundes haben sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Sie belaufen sich mittlerweile auf über 67 Milliarden Franken. Gleichzeitig haben sich die Schulden alleine beim Bund fast verdreifacht. Regelmässig hört man, der Sozialstaat, die Schulen oder der öffentliche Verkehr werde «kaputtgespart». Wie darf man das verstehen; die Ausgaben verdoppeln sich, aber es werde gespart wie verrückt? Das Gegenteil ist der Fall – die Politik ist verschwendungssüchtig.
Es gibt eine Umverteilung innerhalb unserer Generation: Wenn in Wipkingen ein Studentenheim entsteht, in dem die Mieten «sozial» sind, dann bezahlt eben irgendjemand irgendwie die Differenz zum Marktpreis. Wenn wir heute Staatsschulden schaffen und das Geld sofort ausgeben, bezahlt die nächste Generation.

Sozial ist, wenn ein anderer zahlt

Die ökonomische Definition lautet: Sozial ist, wenn die Kosten der Umverteilung nicht beim Verteiler anfallen. Also immer dann, wenn ein anderer bezahlt. Wir leben auf Kosten unserer Kinder. Der Staat hat Versprechen abgegeben, die er niemals einhalten kann. Im Klartext: Die Ausgaben von heute sind das Defizit für unsere Kinder. Sie werden Rechnungen bezahlen, für etwas, was längstens konsumiert ist. Wir packen die Geschenke aus, die Mahnung finden dann unsere Kinder auf dem Boden der leeren Truhe. Beim Schenken ist das so eine Sache: Der Gebende verschenkt in der Regel nur, was er auch besitzt. Aber wir haben jeden Tag Weihnachten, und unsere Kinder blechen sich dann ihren Rücken krumm.

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