Wipkinger-Zeitung.ch

18°C13°C am 19. September 2019
Politik allgemein

1001 Nacht in Zürich – nichts ist unmöglich!

25. Juni 2019 von

Nicole Barandun, Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
Foto: zvg

Nicole Barandun, Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich

Von

Online seit
25. Juni 2019

Printausgabe vom
27. Juni 2019
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Wer hört nicht gerne eine gute Geschichte? Storytelling – heute in aller Munde! Ein bisschen Drama, ein Spritzer Humor, Menschen und Schicksale, die einen berühren, ein Spannungsbogen, der fesselt, bis die Handlung zu einem guten Ende kommt. Was aber, wenn das Timing nicht stimmt, die einzelnen Elemente unausgewogen behandelt werden? Was, wenn die Dramatik überbordet, Humor fehlt, Protagonisten auf der Strecke bleiben, die Geschichte einfach kein Ende finden will oder, wenn doch, dann ein schlimmes?

Geschichten, die das Leben schreibt

Was aber ist mit den Geschichten, die das Leben schreibt? Den realen, die unseren Alltag in Zürich bestimmen, unsere berufliche Tätigkeit, unser wirtschaftliches Fortkommen? Einfach wegzappen, umblättern, weitermachen geht nicht. Müschterli gefällig? Was, wenn sich der Betreiber eines Gelati-Standes am See plötzlich mit der (vermeintlich verbotenen) Nutzung der «Luftsäule» über seinem Stand als öffentlichem Raum befassen muss, weil er sein Logo auf dem Dach montiert hat und damit (gezwungenermassen) ein Rösslispiel in der Stadtverwaltung in Gang setzt? Hausbesetzer sich seit Jahren um jegliche Bewilligungspflicht oder Rücksicht foutieren? Oder das Amt für Stadtentwicklung, das mit zwei Personen im Vorstand des neu gegründeten Vereins «Made in Zürich Initiative» Einsitz nimmt, als ob dieser die Führung nicht selber bewerkstelligen könnte? Von der Anschubfinanzierung aus Steuergeldern gar nicht zu reden. Das Veloweg-Debakel an der Lang-/Lagerstrasse, superperfektioniert mit Haifischzähnen und allem Drum und Dran? Rot-Grün wohl doch nicht ganz so sattelfest. Oder das Vergolden des jüngst vom Gemeinderat durchgewunkenen Velowegs auf der Rämistrasse? Die massiven Budget- und Zeitüberschreitungen beim Kongresshausumbau durch die öffentliche Hand – wie wären wohl die Reaktionen in der Privatwirtschaft? Ende ohne Schrecken oder Schrecken ohne Ende? Fragen über Fragen. Für den Gewerbeverband der Stadt Zürich gibt es nur eine Antwort: Wir wollen gute Geschichten, darum bleiben wir dran!

Nicole Barandun-Gross, Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500