3,45 Millionen: Alte Post am Wipkingerplatz geht an die Stadt

Der Zürcher Gemeinderat genehmigt den Kauf des Postgebäudes in Wipkingen. Über die künftige Nutzung ist sich die Politik jedoch uneins.

Besetzt: Das alte Postgebäude am Wipkingerplatz. (Foto: jva)

Mit einer seltenen Einstimmigkeit von 118 zu 0 Stimmen genehmigte der Zürcher Gemeinderat vergangene Woche den Kauf des alten Postgebäudes am Wipkingerplatz für 3,45 Millionen Franken.

In der Debatte brachten die Parteien bislang unterschiedliche Nutzungsvorschläge ein. AL, SP und Grüne sprachen sich dafür aus, die Besetzung vorerst weiter zu tolerieren.

Die FDP forderte in einem eigenen Vorstoss den raschen Abriss des Gebäudes und die Einrichtung eines provisorischen «Pop-up-Parks».

Die SVP wiederum plädierte für eine Rückkehr zum Zustand der 1950er-Jahre, als sich auf dem Platz ein Park mit grossen Bäumen befand.

Besetzung wird geduldet

Die beiden Postulate, die einen sofortigen Abriss der Post und stattdessen die Errichtung einer Parkanlage forderten, fanden keine Mehrheit.

Die Forderung hingegen, die Besetzung so lange zu dulden, bis konkrete Pläne aus dem Quartier vorliegen, wurde mit einer knappen Mehrheit von 63 zu 57 Stimmen angenommen.

Nebst dem Kaufpreis von 2,7 Millionen Franken wurden auch rund 750’000 Franken für ein Vorprojekt zur Neugestaltung des Platzes bewilligt. Damit ist der Weg frei für ein breit abgestütztes Partizipationsverfahren zur Neugestaltung des Wipkingerplatzes.

Quelle: Quartierverein Wipkingen

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