Kirchen
Arbeiten in der Kirche: Bis zu 1000 Stellen werden frei
Die Reformierte und die Katholische Kirche im Kanton Zürich stehen in den kommenden zehn Jahren vor einem umfassenden Generationenwechsel. Gesucht werden nicht nur Pfarrpersonen, sondern auch Fachleute aus Bildung, Sozialer Arbeit, Kommunikation, IT, Management, Kultur und Gastronomie.
2. November 2026 — MM (Medienmitteilung)
Die beiden Landeskirchen gehören laut gemeinsamer Medienmitteilung zu den grösseren Arbeitgeberinnen im Kanton Zürich. In der Reformierten Kirche Kanton Zürich arbeiten einschliesslich der Pfarrpersonen rund 650 Mitarbeitende. Hinzu kommen Angestellte in den Kirchgemeinden, deren Gesamtzahl nicht zentral erfasst wird. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich beschäftigt um die 2000 Mitarbeitende in Seelsorge, Pastoral, Verwaltung und weiteren Fachbereichen.
In den kommenden zehn Jahren steht den Landeskirchen ein umfassender Generationenwechsel bevor: Jede dritte bis vierte Mitarbeiterin und jeder dritte bis vierte Mitarbeiter erreicht in dieser Zeit das Pensionsalter. Dadurch entstehen kantonsweit rund 800 bis 1000 Stellen, die neu besetzt werden müssen.
Von Sozialer Arbeit bis IT
Die Kirchen reagieren auf diese Entwicklung, indem sie verstärkt auf Nachwuchs-gewinnung sowie Berufs- und Quereinstiege setzen. «Viele Menschen denken bei kirchlichen Berufen zuerst an Pfarramt oder Seelsorge. Diese Berufe bleiben wichtig, tatsächlich arbeiten bei den Kirchen heute aber Fachpersonen aus vielen unterschiedlichen Bereichen und gestalten das gesellschaftliche Leben vor Ort mit», sagt Jessica Van Wezemael, Mediensprecherin der Reformierten Kirche Kanton Zürich. «Neben sozialen und pädagogischen Berufen suchen wir künftig auch vermehrt Talente im Bereich Dienstleistungen sowie Spezialistinnen und Spezialisten für Digitalisierung und IT.»
Der Bedarf an gemeinschaftsfördernden und sinnstiftenden Angeboten wächst: Das zeigt sich einerseits am hohen freiwilligen Engagement in der Schweiz: Jährlich werden rund 620 Millionen Einsatzstunden geleistet. Andererseits fühlt sich gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) rund jede dritte Person in der Schweiz zumindest manchmal einsam. Kirchliche Angebote setzten genau hier an.
Sie fördern Begegnungen, stärken soziale Netze und unterstützen das freiwillige Engagement in Quartieren und Gemeinden. Dadurch tragen sie wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Um diese Aufgaben auch künftig erfüllen zu können, ist es für die Zürcher Kirchen wichtig, ihre Stellen weiterhin mit qualifizierten Fachpersonen zu besetzen.
Berufe an der Bildungsmesse entdecken
An der Bildungsmesse vom 3. und 4. November im Zürcher Hauptbahnhof zeigen die Reformierte und die Katholische Kirche im Kanton Zürich, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in den Kirchen heute sind. Mitarbeitende und Per-sonalverantwortliche informieren über Ausbildungswege, Quereinstiege und Entwicklungsperspektiven in unterschiedlichen Berufsfeldern.
Am Stand 2 können Besucherinnen und Besucher bei einem Espresso mit Mitarbeitenden und Personalverantwortlichen ins Gespräch kommen und Einblicke in Berufsfelder gewinnen, deren Verbindung mit der
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