Kultur
Ausstellung in Guthirt: Kirchenburgen – ein einzigartiges Kulturerbe
Eine Ausstellung im Pfarreizentrum Guthirt zeigt bis 25. Oktober die eindrücklichen Kirchenburgen Siebenbürgens.
5. Oktober 2026 — Eingesandter Artikel
«Ein feste Burg ist unser Gott» – kaum irgendwo in Europa ist dieser Gedanke so eindrücklich in Stein sichtbar geworden wie in Siebenbürgen. Mitten in Rumänien, zwischen Karpaten und sanften Hügellandschaften, entstanden ab dem späten 12. Jahrhundert zahlreiche befestigte Kirchenanlagen.
Siedler aus dem deutschen Sprachraum, die Siebenbürger Sachsen, bauten Dörfer und Städte auf und befestigten ihre Kirchen zum Schutz vor Angriffen und als Rückzugsorte für die Bevölkerung. Einst gab es mehr als 300 solcher Kirchenburgen, rund 160 sind bis heute erhalten und gehören teilweise zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Ausstellung
Eine Ausstellung im Pfarreizentrum Guthirt lädt vom 4. bis 25. Oktober dazu ein, diese besondere Kulturlandschaft kennenzulernen. 24 Banner mit historischen Informationen und stimmungsvollen Fotografien erzählen von der Entstehung der Kirchenburgen, ihrer beeindruckenden Architektur und reichen Ausstattung, aber auch von ihrer heutigen Situation. Denn nachdem die meisten Siebenbürger Sachsen die Region verlassen haben, sind viele Anlagen akut gefährdet.
Dabei geht es nicht nur um die Vergangenheit: Die Ausstellung stellt auch Projekte und Menschen vor, die sich für den Erhalt dieses europäischen Kulturerbes und die Region engagieren. «Die Ausstellung richtet sich vor allem an Besucherinnen und Besucher mit wenig bis gar keinem Vorwissen. Wir wollen ihr Interesse wecken und sie einladen, Siebenbürgen selbst zu entdecken», sagt Philipp Harfmann, Vorstandsmitglied des Vereins der Siebenbürger Sachsen in der Schweiz und des deutschen Fördervereins der Stiftung Kirchenburgen, welche die Ausstellung gemeinsam organisieren.
Ein besonderer Anlass
Ein besonderer Abschluss erwartet die Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 25. Oktober: Ein Gottesdienst mit dem Jodelklub Wipkingen-Waldegg und Mitgliedern der Siebenbürger Gemeinde sowie ein anschliessender Brunch mit Striezelbrot, einer süssen Spezialität aus Siebenbürgen.
Den Abschluss macht am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr, im Saal des Pfarreizentrums eine Lesung mit Musik. Die Schriftstellerin Dagmar Dusil liest Texte über Siebenbürgen und wird musikalisch von Mirjam Wanger begleitet.

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