Bischof Joseph Bonnemain zu Besuch

Am Samstag, 12. Juni, haben neun Jugendliche das Sakrament der Firmung empfangen, welches ihnen Bischof Joseph Maria Bonnemain gespendet hat.

In diesem sehr berührenden Gottesdienst präsentierte Tereza Tran zur Gabenbereitung das «Ave Maria» von Charles Gounod/J. S. Bach. Ihr wunderschöner Gesang war so berührend, dass alle Gäste während des Liedes aufgestanden sind und sie am Schluss mit einem riesengrossen Applaus belohnten. Bravo, Tereza. Um unser Motto «Der Heilige Geist verleiht uns Flügel» nie mehr zu vergessen, warteten am Schluss des Gottesdienstes weisse Tauben auf uns. Jeder der neun Gefirmten, bekamen je eine weisse Taube, welche sie alle gemeinsam fliegen liessen. Dieser wunderschöne Abschluss der gediegenen Firmfeier wird den Gefirmten und allen Anwesenden für immer in Erinnerung bleiben.

Anlässlich der Firmung vom 12. Juni war Bischof Joseph Bonnemain – übersetzt die gute Hand – am 6. Juni zu Besuch in der Guthirt-Pfarrei in Zürich-Wipkingen, um die neun Firmandinnen und Firmanden kennenzulernen. Bei einer lockeren Fragerunde erfuhren die Jugendlichen einiges über das Leben des Bischofs wie beispielsweise, dass er in Barcelona bei seiner katalanischen Mutter und seinem jurassischen Vater als Schweizer aufgewachsen war. Oder dass er fünf Sprachen spricht: Deutsch, Italienisch Spanisch, Französisch, Katalanisch und ein wenig Englisch und Portugiesisch. Nur Schweizerdeutsch nicht. Schon als Kind wollte er das Medizinstudium machen und war als Arzt in Zürich tätig, erst später studierte er Philosophie und Theologie und wurde 1978 zum Priester geweiht wurde. Er erzählte ihnen auch, dass er während 36 Jahren 50 Prozent als Seelsorger im Spital Limmattal in Schlieren tätig war, was er nun vermisst. Aus seinem Privatleben erfuhren sie, dass er in Barcelona im Stadion bei Fussballspielen mitfieberte, da er Fan des FC Barcelona war und irgendwann noch einmal den Sonnenuntergang über dem Meer in seinem Lieblingsort in Sizilien geniessen möchte. Einmal verlor er bei einer Klettertour wegen des dichten Nebels die Orientierung und setzte sein ganzes Vertrauen in seinen Freund, der den Weg auf die Bergspitze fand. Bonnemain erzählte auch, dass er gerne mehr junge Leute für ein Theologiestudium begeistern würde und einem Kind, das die Kirche langweilig findet, sagen würde, dass die Kirche kein Ort, sondern die Menschen um uns und wir selbst die Kirche bilden. Der Bischof ist der Meinung, dass wütend zu werden nicht gut sei, weil sich die Fronten verhärten würden. Man lerne mehr von jemanden, der ruhig bleiben kann, und man kann auch von jenen lernen, die uns widersprechen. Er selber kenne auch das Gefühl der Hilflosigkeit, versucht dann aber Gottvertrauen zu haben. Ausserdem versprach er den Jugendlichen, dass er sich zum Thema Frauen in der Kirche einsetzen würde, nicht mehr, sondern total,denn mehr als die Hälfte der Menschen seien Frauen, weshalb es ganz normal und komplett logisch sei, dass Frauen auch dazugehören und Mitspracherecht hätten. Zum Schluss wünschte er allen Menschen, einander zu lieben, wie Gott uns liebt.
Das war die abschliessende Botschaft, von diesem interessanten Gespräch. Die Firmandinnen und Firmanden Ainhoa, Alessandro, Arianna, Ella, Nathan, Riccardo, Rahel, Shinu und Tereza sowie die Jugendseelsorgerin Gemma Cisternino danken dem Bischof Joseph Bonnemain für seine sympathische Offenheit und das informative Interview. 

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