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GZ Wipkingen

Das Ende der Wollschwein-Ära

22. September 2021 von

Endlich angekommen: Silvius und Emma erkunden ihr Gehege im Lebenshof Rosenberg.
Foto: zvg

Endlich angekommen: Silvius und Emma erkunden ihr Gehege im Lebenshof Rosenberg.

Von

Online seit
22. September 2021

Printausgabe vom
23. September 2021
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Seit über 40 Jahren prägen die Wollschweine das Stadtbild in Wipkingen. Das hat nun ein Ende. Die beiden Wollschweine Emma und Silvius haben ihre Altersresidenz auf dem Lebenshof Rosenberg bezogen.

Die ersten Schritte auf dem Rosenberg fallen noch zögerlich aus. Wollschweindame Emma steigt als erste aus dem Transportanhänger, streckt neugierig die Nase in die Luft. Silvius steuert direkt auf den grossen Löwenzahn am Wegrand zu. Er würde am liebsten gleich mit dem Umpflügen des Gemüsegartens beginnen, lässt sich nur mürrisch in das neue Gehege treiben. Dort ist das Gemüsebeet aber sofort vergessen, sein Interesse gilt dem grossen Stall. Emma hat bereits begonnen, die leckersten Gräser zu fressen und grunzt fröhlich vor sich hin.

Wollschweine bereichern und geben zu tun

Die beiden Wollschweine werden von uns anwesenden Menschen mit gemischten Gefühlen beobachtet. Marlene vom Lebenshof Rosenberg in Liestal freut sich, dass sich die Neuankömmlinge sichtlich wohl fühlen. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass viel Neues und viel Arbeit auf sie zukommt. Wollschweine sind kräftige Tiere, da ist es unerlässlich, viel Zeit mit ihnen zu verbringen, damit sie Vertrauen aufbauen und sich führen lassen.

Glücklich und traurig zugleich

Auch wir vom GZ Wipkingen sind uns dieses speziellen Momentes bewusst. Glücklich, dass Emma und Silvius an schönster Lage und mit liebevoller Betreuung ihr Rentnerdasein geniessen dürfen. Wir können sie mit gutem Gefühl ziehen lassen. Die beiden waren im Trubel und Tumult, der im Stadtquartier zunehmend herrscht, nicht mehr glücklich. Zugleich sind wir traurig, dass sie uns verlassen. Sie haben das Leben auf dem Kinderbauernhof als wollige Stadtschweine über viele Jahre mitgeprägt mit ihrer Erscheinung, ihrem Charakter und ihrer Zutraulichkeit. Sie werden vielen Stadtmenschen fehlen. Wen die Sehnsucht packt, kann sie auf dem Lebenshof Rosenberg besuchen oder gar eine Patenschaft für sie übernehmen. Sie würden sich freuen.

Schweinetraum dank Crowdfunding-Projekt

Der Schweinetraum durfte dank vielen Spenden in Erfüllung gehen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank allen, die sich tatkräftig engagiert haben, dass dieses Crowdfunding-Projekt realisiert werden konnte. Über 160 Menschen haben zur Finanzierung der Altersresidenz beigetragen. Wir sind immer noch überwältigt.

Terri Obrist, Fachbereich Bildung/Tier GZ Wipkingen

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