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Reformierte Kirchgemeinde Zürich

Das WipWest Huus ist bereit für die Zukunft

30. Juni 2022 von

Foto: dad

Beim Pop-up-Fäscht im lauschigen Garten des WipWest Huus.

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30. Juni 2022

Printausgabe vom
30. Juni 2022
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Das WipWest Huus der Reformierten Kirchgemeinde Kreis zehn feierte seine Neueröffnung. Pfarrerin Yvonne Meitner und ihr Team haben viel mit dem einstigen Pfarrhaus vor.

Friedenstauben aus buntem Papier hiessen Mitte Mai zahlreiche Gäste im Garten vom WipWest Huus willkommen. Es war ein besonderer Anlass: Das ehemalige Pfarrhaus in Wipkingen öffnete im Mai mit dem Pop-up-Fäscht seine Tore, damit die neu eingerichteten Räumlichkeiten besichtigt werden konnten. Im lauschigen Garten standen kulinarische Köstlichkeiten, Musik und Tanz auf dem Programm. «Das WipWest Huus steht allen offen», sagte Pfarrerin Yvonne Meitner in ihrer Begrüssungsrede. Auch rückblickend zeigt sich ihre Begeisterung für den Anlass. Man habe Jung und Alt begrüsst und die Stimmung sei entspannt und fröhlich gewesen. «Eine gefreute Sache», so Meitner.
Freude machten nicht nur das Fest im Garten, sondern auch die neu gestalteten Räume im Haus. Besonders jene im Erdgeschoss, die von der Pfarrerin Nathalie Dürmüller und dem Designer Simon Aprile neu eingerichtet wurden. Letzterer – verantwortlich für das Gesamtdesign – kümmerte sich um die mit verschiedenen Mustern bedruckten Tapeten, während Dürmüller die Möbel ersteigerte. Das Ergebnis überzeugt: «Es ist ein riesiger Unterschied im Vergleich zu vorher», sagt Meitner. Sie war froh, dass sich ein Profi dem Vorhaben annahm. «Das Know-how hätten wir im Mitarbeitenden-Team nicht aufbringen können.» Das WipWest Huus sei nun für die Zukunft bereit.

Die Idee allein nützt nichts

Die Pfarrerin hat viel vor mit dem Gebäude, das schon jetzt ein Pop-up-Kafi (das nächste findet am 10. Juli von 14 bis 17 Uhr statt) sowie einen Coworking-Space beherbergt. «Unsere Vision ist, dass das Haus ein offener und lebendiger Ort vom und für das Quartier wird.» Konkret soll das Haus ein einladender Begegnungsort sein, in welchem vieles möglich sein wird. Ideen wurden am Pop-up-Fäscht schon zuhauf genannt. Von kindlichen Gedanken, wie etwa dem Aufstellen einer Zuckerwatte-Maschine, über einen Pizzaofen, bis hin zu Kursen über das Tagebuch-Schreiben oder Yoga. Meitner hofft dabei auf Eigeninitiative. «Es ist das eine, Ideen einzubringen, wichtig ist aber, dass diese auch von den Menschen mitumgesetzt und -getragen werden.» Denn es soll nicht am Team liegen, die Ideen alleine für die Bevölkerung umzusetzen. Natürlich werde man aber helfen, unterstützen und mit Rat zu Seite stehen, betont Meitner.
Sie erklärt weiter, dass das einstige Pfarrhaus nicht nur für kirchliche Anlässe zur Verfügung steht. Im Gegenteil: «Wir können mehr als nur beten», sagt sie lachend. So seien im WipWest Huus alle Menschen mit ihren Anliegen und Projekten willkommen. Das Team unterstütze grundsätzlich vieles. «Soziales, Kulturelles, Kreatives, Spirituelles oder Nachhaltiges: Alles hat seinen Platz.» Natürlich komme es nicht infrage, eine Disco zu veranstalten, schliesslich handle es sich um ein Wohnquartier. «Aber eine Silent-Disco wäre eine schöne Idee», sagt sie. Auch eine Hochzeit im Garten könne sie sich vorstellen. Aber das Paar müsse erklären, warum es gerade im WipWest Huus den Bund der Ehe eingehen möchte. «Vieles ist also möglich.»

Ein Dach über dem Kopf

Wie dort Anlässe von und für die Gemeinschaft funktionieren, ist schon jetzt zu erleben. Zum einen avancierten sowohl das Pop-up-Kafi wie auch der Coworking-Space (WipWest Coworking) zu beliebten Anlässen, die unkompliziert organisiert werden und über die man sich informieren kann auf www.wipwesthuus.ch.
Mittlerweile bietet das einstige Pfarrhaus auch ein Zuhause auf Zeit. Drei Flüchtende aus der Ukraine fanden dort Unterschlupf. «Dies war möglich, da sich eine Freiwillige unserer Kirche für diese Menschen eingesetzt hat und es bis heute tut», sagt Meitner. Denn ein Dach über dem Kopf reiche nicht aus, um Asyl zu bieten. «Die Freiwillige kümmert sich engagiert um die Bedürfnisse der ukrainischen Gäste, wie etwa um die ganze Papierarbeit, die ein Aufenthalt mit sich bringt.» Das WipWest Huus hat das Potenzial, ein wichtiger Ort im Leben der Wipkinger*innen zu werden.

Ideen für das WipWest Huus:
kk10.ch/gemeinde-leben/wipwesthuus 

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