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Parkplatz

„Dogar Dogar“ – Filme über Kategorisieren und Ausgrenzen

26. März 2020 von

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Online seit
26. März 2020

Printausgabe vom
26. März 2020
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Ende März lancieren wir auf dem Park Platz eine Filmreihe gegen Kategorisierung und Ausgrenzung. Wenn Menschen Ideen zu Filmen oder Themen haben, dann dürfen sie sich gerne bei uns melden – überlegt und macht mit.

Die Reihe soll sich mit unserer Gesellschaft beschäftigen und ihrer Tendenz, Kategorien zu schaffen und diese für Ab- und Ausgrenzung zu nutzen. Als offener Ort glauben wir an Diversität und lehnen Kategorisierung und Ausgrenzung ab. Deshalb wollen wir dieses Thema aus einer kritischen Perspektive betrachten und die Vielfältigkeit und Unsichtbarkeit von Ausgrenzung sichtbar machen.

Immer wenn «Dogar Dogar» durch den Dschungel von Calais geschrien wurde, brach Hektik aus. Menschen stürzten aus ihren Zelten und Hütten, schwangen sich den Rucksack über und rannten in Richtung Autobahn, wo sich die Lastwagen stauten. Ihre Hoffnung: die Reise fortsetzen und in einem der Lastwagen ungesehen nach England kommen. «Dogar» bedeutet Stau auf Arabisch.

Calais steht sinnbildlich für eine Gesellschaft, die kategorisiert und ausgrenzt. Bis zu 10  000 Menschen lebten im Norden Frankreichs nach ihrer Ankunft in Europa zusammengepfercht in Zelten und Hütten auf einer ehemaligen Mülldeponie – für die Öffentlichkeit kaum sichtbar, aber trotzdem da.

Filme sollen zum Nachdenken und Diskutieren anregen

Kategorisieren und Ausgrenzen kennt viele Gesichter: Es ist Grundlage für Kriege, prägt das menschenverachtende Migrationsregime in der Schweiz und anderswo und führt zu Rassismus und anderen Formen alltäglicher Gewalt. Mit der Filmreihe «Dogar Dogar» beleuchten wir unterschiedliche Aspekte dieses Themas. Dokumentarfilme, Blockbuster und Komödien sollen uns zum Nachdenken und Diskutieren anregen.
Wo immer möglich, erhalten Personen, die von einem Thema betroffen sind oder sich mit diesem auseinandersetzen, die Möglichkeit, sich über den Film hinaus zu informieren. Die ersten vier Filme stehen fest, weitere Ideen oder sonstige Anregungen sind sehr willkommen.

Unter www.park-platz.org halten wir Euch über die stattfindenden Aufführungen auf dem Laufenden.     ”

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