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FDP

Dogma versus Zukunft

30. September 2020 von

Andreas Egli, Gemeinderat und Präsident FDP 10

Von

Online seit
30. September 2020

Printausgabe vom
01. Oktober 2020
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«Der Stadtrat wird aufgefordert, eine Strategie zu erstellen, wie der öffentliche Verkehr in der Stadt Zürich beschleunigt, mindestens aber eine weitere Verlangsamung abgewendet werden kann. Dabei sind Risiken, Chancen und Massnahmen zu nennen, zu werten und daraus abgeleitet, ist das weitere Vorgehen darzulegen.»

Postulat der FDP vom 22. Mai 2019 Die SVP lehnte diesen Vorstoss im Gemeinderat ab, weil sie fürchtet, Bus und Tram könnten gegenüber den Autos bevorzugt werden. SP, AL und Grüne wollten nicht, dass offensichtlich wird, dass Mischverkehr und Tempo 30 auch Bus und Tram verlangsamen und Mehrkosten in Millionenhöhe verursachen. Dogmen hüben wie drüben. Die Parteien links der FDP arbeiten weiter mit Salamitaktik daran, sämtliche Automobilisten aus der Stadt zu vertreiben. Dabei ist die Zürcher Verkehrspolitik seit 40 Jahren links-grün geprägt.

Zeit, Dogmen zu ändern

Am Grundbedürfnis einer städtischen Bevölkerung nach individueller Fortbewegung auch über die Stadtgrenze hinaus – und zwar auch bei schlechtem Wetter – hat sich nichts geändert. Zeit also, Dogmen zu hinterfragen. Die Felgenbreite ist nicht das Mass unserer Freiheit. Und die Zahl der Autoabstinenten, die das gesparte Geld für Ferien auf Sri Lanka oder Velotouren im Himalaya ausgeben, macht die Winter nicht kühler. In der FDP arbeiten wir an lösungsorientierten Strategien. Wir setzen auf umweltfreundlichere, leichte und kleinere Autos und autoähnliche Fahrzeuge. Unabhängig davon, ob der Antrieb elektrisch ist, mit Wasserstoff oder mit Biogas erfolgt.

Konstruktive Vorschläge sind gefragt

Wir haben Vorstösse eingereicht, damit beispielsweise umweltfreundliche Autos länger und günstiger parkieren können, um so Anreize zu setzen. Noch verharrten links und rechts in ihren alten Schützengräben und lehnten ab. Dabei ist ausser ein paar linken Verkehrstheoretikern und einigen Benzinschnüfflern längst klar: Es ist Zeit für eine konstruktive Verkehrspolitik.

Andreas Egli, FDP-Gemeinderat

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