Politik
Durch die rote Brille: Axpo-Lohnexzesse
Nicola Siegrist, Kantonsrat aus der SP Zürich 10, über seinen Vorstoss für einen Lohndeckel.
1. April 2025 — Eingesandter Artikel
Stellen Sie sich vor, Sie erhielten Ende Jahr wegen guter Geschäftszahlen eine Gehaltsverdoppelung. Nicht schlecht, oder? Noch besser, wenn Ihr Grundgehalt sowieso schon eine Million Franken beträgt.
So geschehen beim Stromkonzern Axpo. Dieser ist zu 100 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand: ein Service-Public-Unternehmen, das in erster Linie sauberen und sicheren Strom für uns alle garantieren soll.
2022 noch musste der Bund einen Milliarden-Rettungsschirm aufspannen, weil die Axpo in der Stromkrise Mühe hatte, ihre Rechnungen zu bezahlen. Nun wurde die Vergütung für die Führung verdoppelt, auf fast zwei Millionen Franken. Eine Frechheit, und das bei «unserer» Axpo!
Damit ist die Konzernführung zu weit gegangen. Im Kantonsrat unterbinden wir dieses Treiben. Ich bin froh, hat eine deutliche Mehrheit meinen Vorstoss für einen Lohndeckel bei einer Million Franken unterstützt. Mal schauen, wo Mitte und SVP dann stehen werden, wenn es um die Löhne von ZKB, UBS und Ähnliche geht …
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