Durch die Rote Brille: Bezahlbares Wohnen für alle

Wer heute in unserer Stadt eine Wohnung sucht, muss doppelt so viel bezahlen wie noch vor zwei Jahrzehnten. Und es könnte noch viel schlimmer kommen.

Simone Brander, Gemeinderätin SP10, Umweltfachfrau

Für die Preisspirale sind nämlich vor allem die gewinnorientierten institutionellen Vermieter*innen verantwortlich – also die Immobilienkonzerne und die Pensionskassen. Diese Investor*innen haben ihren Wohnungsbestand in den letzten zehn Jahren massiv erhöht: von 53  120 auf 72  728 Wohnungen. Geht die Entwicklung so weiter, werden die Konzerne und die Pensionskassen bis zum Jahr 2050 jede zweite Wohnung in Zürich besitzen. So weit darf es nicht kommen, denn so wird das Wohnen in Zürich für viele Menschen unbezahlbar. Zürich muss aber eine Stadt für alle bleiben – auch für den Mittelstand und für Menschen mit einem dünnen Portemonnaie. Deshalb müssen wir entschieden Gegensteuer geben: Mit einer Stärkung der Genossenschaften und mehr stadteigenen Wohnungen. Nur so bleibt Zürich eine Stadt für alle.

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