Wipkinger-Zeitung.ch

6°C1°C am 13. November 2019
Stadtspital Waid

Ein Tag im Notfallzentrum Waid – die Fotoreportage

25. September 2019 von

Kleinere Eingriffe erledigt die Chirurgie-Oberärztin Dr. med. Claudia Twerenbold (links) direkt in einem zusätzlichen Operationssaal auf dem Notfall.
Foto: zvg

Kleinere Eingriffe erledigt die Chirurgie-Oberärztin Dr. med. Claudia Twerenbold (links) direkt in einem zusätzlichen Operationssaal auf dem Notfall.

Foto: zvg

Die Ambulanz bringt eine Patientin mit Verdacht auf Hirnschlag.

Foto: zvg

Besprechung mit Assistenzärztin Dr. Lena Graser.

Foto: zvg

Röntgen-Kontrolle: Sicherheit dank des Vier-Augen-Prinzips.

Foto: zvg

Wichtige Absprache im Team zusammen mit der Pflege.

Foto: zvg

Dazwischen immer wieder Berichte schreiben.

Foto: zvg

Die am Morgen ambulant operierte Fuss-Patientin darf nach Hause.

Foto: zvg

Um 18 Uhr ist für die Oberärztin und Mutter Feierabend.

Von

Online seit
25. September 2019

Printausgabe vom
26. September 2019
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Über 25000 Menschen betreut das interdisziplinäre Team im Notfallzentrum Waid pro Jahr. Dazu gehört nebst Notfallpraxis die Notfallstation mit einer chirurgischen und einer internistischen Abteilung. Wir haben Chirurgie-Oberärztin Claudia Twerenbold mit der Kamera bei ihrer Arbeit begleitet.

Der Arbeitstag von Dr. med. Claudia Twerenbold beginnt kurz nach sieben Uhr. Die Oberärztin der Notfallstation Waid bespricht zusammen mit dem Chefarzt und dem Nachtarzt den aktuellen Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten auf der Intensivpflegestation. Danach folgt der Rapport der Chirurgischen Klinik, an dem sich die Fachpersonen über alle neuen und neu operierten, stationären Patientinnen und Patienten austauschen. Im Anschluss geht es mit grossen Schritten auf den Notfall. Mit Twerenbold Schritt zu halten, ist nicht einfach. Sie eilt durch die Gänge und ist immer zur Stelle, wenn Hilfe gefragt ist. Seit März 2016 ist das Notfallzentrum ihr zweites Zuhause, seit Januar 2019 leitet sie es. «Auf dem Notfall möchte ich möglichst alle Patientinnen und Patienten kurz sehen und viele von ihnen auch untersuchen. Die Assistenzärztinnen und -ärzte nehmen bei allen Patientinnen und Patienten Rücksprache mit mir und legen gemeinsam mit mir die optimale Therapie fest», erzählt die Chirurgin. Die Patientenzahl ist sehr unterschiedlich. «Zwischen 20 bis 80 Patienten kommen bei uns pro Tag auf den Notfall. Das hängt von der Jahres- und Tageszeit ab.»

Zusätzliche Konsilien

Twerenbold ist aber nicht nur für den Notfall zuständig, sie macht auch Konsilien: Wenn Ärzte anderer Kliniken bei ihren Patientinnen und Patienten ein chirurgisches Problem feststellen, können sie die Chirurgin um Rat fragen. An diesem Morgen ist es eine Patientin mit Gallenstein-Koliken. Twerenbold untersucht sie und meldet sie spitalintern für eine Operation an. Was gefällt ihr an ihrer Arbeit? «Ganz klar die Vielseitigkeit – von Kindern bis zu betagten Patienten, von der kleinen Schnittwunde bis zu komplexen Frakturen oder unklaren Bauchschmerzen, wir sehen alles.»

Kinder auf dem Notfall

Betreffend dem Alter gibt es praktisch keine Grenzen. «Von jung bis alt behandeln wir alle Patientinnen und Patienten, Kinder ab vier bis fünf Jahren», so Twerenbold. «Generell sehen wir am häufigsten Frakturen, oft hüftnahe Brüche sowie Hand- und Sprunggelenkbrüche. Natürlich auch viele Platz- und Schnittwunden. Wir decken das gesamte Spektrum der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Bauchchirurgie ab», sagt die Oberärztin. Im Notfall-Operationssaal begutachtet sie gerade den Fuss einer Patientin mit eingewachsenen Zehennägeln und hilft beim Eingriff unter lokaler Betäubung mit. Es folgen Schnittwunden und Knochenbrüche, die geröntgt und versorgt werden müssen. Zwischendurch trifft eine Ambulanz ein, die eine Patientin mit Verdacht auf einen Hirnschlag transportiert. Die Computertomographie-Bilder geben Entwarnung. Dann: Rippenbrüche, ein vom Gabelstapler zerquetschter Fuss, Knöchelfraktur, Rissquetschwunde am Kopf – zum Essen bleibt keine Zeit.

Lachen erlaubt

Es geht aber nicht immer nur ernst zu und her auf dem Notfall. Claudia Twerenbold erzählt: «An eine Patientin kann ich mich noch genau erinnern. Sie ist beim Fotografieren in einen grossen Kaktus gefallen. In 90 Minuten haben wir der tapferen Patientin über 30 Kakteenstacheln aus dem Rücken gezogen – alles in lokaler Betäubung und mit Lachgas-Inhalation. Das fand die Patientin amüsant und kicherte meistens. Wenn ich daran zurückdenke, muss ich heute noch lachen. Das war mein lustigster Eingriff auf dem Notfall».

Dr. med. Markus Meier

Notfallzentrum Stadtspital Waid
Zu diesem Notfallzentrum gehören eine Notfallpraxis und eine Notfallstation. Es ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet und stets erreichbar unter Telefon 044 417 11 11. Weitere Infos: www.waidspital.ch/notfallstation

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500