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AL

Für eine solidarischere und diskriminierungsfreiere Gesellschaft

25. Juni 2019 von

Manuela Schiller
Foto: zvg

Manuela Schiller

Von

Online seit
25. Juni 2019

Printausgabe vom
27. Juni 2019
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Elvira Wiegers lebt seit vielen Jahren in Wipkingen. Wir haben ihr vier Fragen zu ihrer Kandidatur, ihren Themen und Zielen gestellt.

Bei den Nationalratswahlen im Herbst kandidierst Du auf dem zweiten Listenplatz. Was bewegt Dich, für den Nationalrat zu kandidieren?

Mit dem Entscheid, der AL beizutreten, entschloss ich mich auch, politisch aktiv zu werden. Durch meinen Job als Gewerkschaftssekretärin im Gesundheitsbereich wurde mir erst richtig bewusst, wie viel Einfluss die Politik auf alle unsere Lebensbereiche hat. Ich will einen Beitrag zu einer guten und fairen Politik leisten. Und ich kandidiere auch, weil es viel mehr Frauen im Nationalrat braucht. Ich will mitreden, mitentscheiden und mich konsequent für die Gleichstellung einsetzen.

Du bist Teil eines Frauen-Spitzentrios. Warum braucht es mehr Frauen im National- und Ständerat?

Nur 32 Prozent aller Sitze im Nationalrat werden durch Frauen besetzt, im Ständerat sind es gerade mal 15 Prozent. Das ist ein Skandal. Leider geht es mit der Gleichstellung auch in vielen anderen Bereichen nicht vorwärts. Ich möchte mit meiner Kandidatur dazu beitragen, dass künftig deutlich mehr Frauen beim Ausarbeiten von wichtigen Rahmenbedingungen für Gesellschaft und Wirtschaft mitreden und mitentscheiden. Nur so können wir eine solidarischere und diskriminierungsfreie Gesellschaft werden.

Mit welchen Themen steigst Du persönlich in den Wahlkampf ein, was willst Du in den nächsten Jahren konkret verändern?

Mein Hauptanliegen gilt dem Gesundheitsbereich. Mit dem Wettbewerb hat eine bedenkliche Entwicklung stattgefunden: Gefährliche Fehlanreize und kostspieliges Wettrüsten der Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime auf der einen Seite und eine stetige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite. Fast die Hälfte des Gesundheitspersonals steigt deshalb wieder aus dem Job aus. Das stellt uns vor riesige Probleme. Ich will mich dafür einsetzen, dass sich das alles ändert.

Du lebst und wohnst seit vielen Jahren in Wipkingen. Was gefällt Dir in Wipkingen?

Ich lebe seit 1995 hier. Wipkingen hat alles, was es für ein gutes Leben und auch für ein gutes Zusammenleben braucht. Jung und Alt finden hier bezahlbare Wohnungen, können auf einem Wochenmarkt einkaufen und sind mit einem kleinen, aber feinen Bahnhof ausgezeichnet ans Verkehrssystem angebunden. Der Quartierverein ist aktiv und engagiert und hat in den vergangenen Jahren viel zu einem lebendigen Wipkingen beigetragen. Und dann ist da noch die Nähe zur wunderbaren Limmat. Einfach nicht zu toppen!

Zu meiner Person: Ich bin 54 Jahre alt und Ökonomin mit Fokus auf gerechte und nachhaltige Wirtschaftsstrukturen. Dieser rote Faden zieht sich durch mein gesamtes Berufsleben, sei es in der Vergangenheit als Wirtschaftsjournalistin oder Mitarbeiterin einer internationalen Entwicklungsgenossenschaft oder sei es in meiner heutigen Position als Gewerkschaftssekretärin im Bereich des Service public.

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