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OJA Kreis 6 & Wipkingen

Graffiti Schulhaus Nordstrasse

12. Dezember 2018 von

Die Baustellenwand füllt sich.
Foto: zvg

Die Baustellenwand füllt sich.

Foto: zvg

Jedes Detail muss stimmen.

Foto: zvg

24 Schülerinnen und Schüler gestalteten die Baustellenwand.

Foto: zvg

Eine Vielfalt an Farben.

Von

Online seit
12. Dezember 2018

Printausgabe vom
13. Dezember 2018
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Die OJA Kreis 6 & Wipkingen wurde von der Schule Nordstrasse angefragt, die Baustellenwand beim Pausenplatz von Schülerinnen und Schülern gestalten zu lassen. Die Rahmenbedingungen wurden zwischen den beiden Institutionen festgelegt. So konnten 24 Schüler und Schülerinnen der sechsten Klassen des Schulhauses Nordstrasse vom Mittwoch, 14. November, bis am Freitag, 16. November, die freie Fläche hinter dem Schulhausplatz mit Graffitis bemalen.

Ein grosses, gemeinsames Bild sollte gemalt werden, bei dem alle ihren persönlichen Ausdruck und ihren persönlichen Stil auf die Wand bringen können. Die Vielfalt und das Zusammensein im Schulhaus Nordstrasse sollte sichtbar werden.
Am ersten Tag trafen sich die Mädchen und Jungen im Jugendraum der OJA im Bahnhof Wipkingen mit dem OJA-Mitarbeiter und dem Graffitikünstler, Adrian Ruoss, um ihr Vorhaben zu planen. Mit der Unterstützung der Graffitikünstlerin Maria Rommel erstellten sie Skizzen von den Kunstwerken, die sie an den zwei weiteren Tagen an die grosse Wand malen wollten. Anschliessend wurde die Baustellenwand mit hellblauer Farbe grundiert.
Bei winterlichen Temperaturen wurde darauf die erste Halbgruppe in die unterschiedlichen Techniken der Graffitikunst eingeführt. Die gesundheitlichen Aspekte wurden aufgezeigt, unter anderem, dass nur mit aufgesetzter Maske gesprayt werden darf. Erste Bilder und Symbole entstanden und die Freude war den Mädchen und Jungen trotz aufgesetzter Maske anzusehen. In den Pausen sah man die neugierigen und bewundernden Augen der Schülerinnen und Schüler aus den anderen Klassen. Viele bestaunten an der Graffitiwand unterschiedliche Bildteile, die ihnen besonders gefielen.
Am Nachmittag kam die zweite Halbgruppe und war im ersten Moment enttäuscht, dass schon so viele Teile der Flächen gestaltet waren. Es wurde diskutiert, und es konnte aufgezeigt werden, dass ein Eindruck täuschen kann, und dass noch genügend viel Fläche für die zweite Gruppe bereitstand. An den beiden Sprayertagen wurde der Workshopleiter von anderen Teammitgliedern der OJA unterstützt. So entstand bis am Freitagnachmittag ein energiegeladenes, kunterbuntes Bild in vielen Farben und Sujets.
Für die jungen Graffitikünstler*innen war es manchmal eine Herausforderung, die Bilder neben den eigenen Bildern zu respektieren, nicht einfach über die anderen Zeichnungen nebenan zu malen und trotzdem eine Verbindung zwischen den Sujets herzustellen. Sie konnten Platz auf der Malfläche einnehmen, mussten sich aber zurückhalten und anderen Raum lassen. Meistens ist es ihnen gut gelungen und manchmal mussten sie sich miteinander absprechen.
Sarah Twala, die zuständige Verbindungsperson zum Schulhaus Nordstrasse und der Workshopleiter der OJA, Adrian Ruoss, empfanden die Zusammenarbeit als sehr positiv. Der Schüler JDN* meinte, der Workshop sei enorm cool gewesen, da er nicht oft die Möglichkeit hätte, Graffitis mit professioneller Begleitung zu malen. Er habe auch Neues gelernt, das Grundieren mit Roller war für ihn eine neue Erfahrung. Er hätte den Hintergrund sonst auch mit Spraydosenfarben bemalt. Auch für Seraina ist es «mega cool» gewesen, sie würde sofort wieder mitmachen. Das Sprayen selber hat ihr sehr gefallen, aber auch das Masken anlegen. Andere Kolleginnen und Kollegen haben es auch mega cool gefunden, «alles gut, super gewesen».

* Die Namen der Jugendlichen wurden gegen einen Namen ihrer Wahl geändert.

Eingesandt von Markus Soliva

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