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Jung, aber einflussreich: Nico Siegrist

30. September 2020 von

Von seinem spitzbübischen Wesen hat er im Kantonrat noch nichts verloren: Nicolas Siegrist, SP10.
Foto: zvg

Von seinem spitzbübischen Wesen hat er im Kantonrat noch nichts verloren: Nicolas Siegrist, SP10.

Von

Online seit
30. September 2020

Printausgabe vom
01. Oktober 2020
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Nicola Siegrist vertritt die SP10 seit gut einem Jahr im Kantonsrat. Bei seiner Nominierung gab es auch Bedenken, ob sich der ungestüme Jungsozialist an den behäbigen Kantonsrat anpassen und sich wirksam einbringen kann. Würde er sich nur als Reizfigur inszenieren? Davon ist heute keine Rede mehr. Nico hat sich genau mit einem Thema einen Namen gemacht, das im Kantonsrat als nicht gerade einfach angesehen wird: die Klimakrise. Heute kennt man Nico in allen Fraktionen. Davon zeugt auch die regelmässige Berichterstattung im Tages-Anzeiger, wenn er mit dem Klimastreik im oder ausserhalb des Rats in Erscheinung tritt. Wie schätzt er selbst seinen Einstand ein?

Nico, wie fühlst du dich im Kantonsrat?

Im Parlament werden die Gesetze gemacht und gerade im Klimabereich kann ich etwas beitragen. Gleichzeitig ist das bürgerliche Parlamentssystem zu langsam – und kaum gewillt, der Klimakrise angemessen zu begegnen. Bei sozialen Fragen sind wir zudem immer noch in der Minderheit. Das zeigt sich zum Beispiel beim bezahlbaren Wohnraum, wo sich die Rechten querstellen. Für viele Vorstösse im Klimabereich haben wir jetzt Mehrheiten. Wir wollen als Linke nicht Klimaschutz um jeden Preis, sondern möglichst verknüpft mit sozialen Fortschritten. Dafür ist dann die GLP meistens nicht zu haben.

Wie geht es voran mit den Veloverbindungen im Kanton?

Gerade erst haben wir einen Vorstoss eingereicht, damit FDP-Regierungsrätin Walker-Späh endlich die Lücken im kantonalen Velosystem angeht.

Du bist noch in vielen anderen Organisationen aktiv. Wie funktioniert das?

Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich neben dem Geographiestudium politisch für die Bevölkerung in Wipkingen und Zürich aktiv sein kann. Die drohenden Krisen, vom Klima über die wachsende Ungleichheit bis hin zur Migration, sind jedoch zu gross, als dass Untätigkeit eine Option wäre.

Das Interview führte Mathias Egloff

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