KulturLegi: 30 Jahre Engagement für soziale Teilhabe

Was 1996 als kleine Idee in Zürich begann, ist heute ein schweizweites Erfolgsmodell für soziale Teilhabe: die KulturLegi.

Symbolbild Archiv Wipkinger Zeitung

Initiiert von der IG Sozialhilfe Zürich und ausgezeichnet mit dem Sozialpreis der Stadt Zürich, wurde die KulturLegi laut Medienmitteilung zunächst direkt über Sozialzentren an Menschen mit geringem Einkommen abgegeben. Früh war auch Caritas Zürich beteiligt – eine Partnerschaft, die die Entwicklung entscheidend prägen sollte.

Ab 2010 galt die KulturLegi schweizweit. Wer sie besass, konnte Angebote über Regionsgrenzen hinweg vergünstigt nutzen. Kooperationen mit grossen Partnern wie der Klubschule Migros machten das Angebot zusätzlich attraktiv. Die Zahlen sprechen für sich: Waren anfangs wenige hundert KulturLegis im Umlauf, profitieren heute 45’000 Nutzende allein im Kanton Zürich von 1’400 ermässigten Angeboten, dies in 49 Gemeinden. Schweizweit zählt der KulturLegi-Katalog über 4’300 Angebote.

Mehr als ein Rabattinstrument

Die KulturLegi entwickelte sich über die Jahre zu einem Türöffner für gesellschaftliche Teilhabe. Initiativen wie der Stadtführer «Zürich unbezahlbar», Beratungsangebote oder die Weihnachtswunschaktion für Kinder zeigen, wie breit das Engagement geworden ist. Auch gesellschaftliche Entwicklungen griff die KulturLegi früh auf. Der digitale Wandel rückte verstärkt in den Fokus: Projekte zur «Digitalen Teilhabe für alle» ermöglichen Menschen mit kleinem Budget Zugang zu Geräten und damit zu Bildung, Information und sozialem Leben. 

In den letzten Jahren wurde die KulturLegi zunehmend digital: Neben der klassischen Karte steht heute eine digitale Version zur Verfügung, die bereits von einem grossen Teil der Nutzenden verwendet wird. Gleichzeitig bleibt die physische Präsenz wichtig – etwa durch den neuen Standort des KulturLegi-Büros, der soziale Dienstleistungen, Beratung und günstiges Einkaufen verbindet.

Heute, rund 30 Jahre nach ihrer Entstehung, ist die KulturLegi ein schweizweit etabliertes Instrument gegen soziale Ausgrenzung. Sie steht für die Überzeugung, dass Kultur, Bildung, Sport und gesellschaftliche Teilhabe keine Frage des Einkommens sein dürfen. Mit einem stetig wachsenden Netzwerk, innovativen Projekten und breiter politischer Unterstützung bleibt sie auch in Zukunft ein zentraler Baustein für mehr Chancengleichheit in der Schweiz.

Quelle: Medienmitteilung Caritas Zürich

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