Kultur
Mia Rose Brake: Auf eigenen Wegen in die Musikwelt
Mia Rose Brake ist in Höngg aufgewachsen und verfolgt ihren Traum von einer Musikkarriere. Mit «Insomnia» erschien kürzlich ihre dritte Single. Ihre Songs schreibt sie selbst – und sie behält auch bei der Produktion die Kontrolle.
1. November 2026 — Redaktion Wipkinger
Schlaflose Nächte und Ärger lieferten den Stoff für «Insomnia», die dritte Single von Mia Rose Brake. Punkrock sei dafür die passende Ausdrucksform gewesen: «Das hat sich für mich natürlich angefühlt», sagt die in Höngg aufgewachsene Singer-Songwriterin. Mit ihrer Musik will sie sich einen eigenen Platz in der Branche erobern.
Schon als Kind habe sie gewusst, dass sie später von der Musik leben möchte. Musik gehörte in ihrer Familie zum Alltag: Ihr Vater ist selbst Singer-Songwriter, zu Hause wurde musiziert und es liefen stets Lieder aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. «Ich sang schon als Kind», sagt Brake.
Mit acht Jahren begann sie laut eigenen Angaben, sich ernsthaft mit der Musik auseinanderzusetzen. Der Klavierunterricht folgte, und auch für die Gesangslektionen ist sie ihren Eltern dankbar: «Ich bin sehr froh, dass meine Eltern mir den Unterricht bezahlen konnten.»
Brake bezeichnet sich als britisch-schweizerische Künstlerin. Die Primarschule besuchte sie im Riedhof. Nach dem Gymnasium nahm sie sich Zeit, um herauszufinden, wie sie ihren Traum verwirklichen könnte. Heute studiert sie Englisch und Ethnologie und arbeitet zugleich an ihrer Musikkarriere. «Ich habe das Privileg, noch bei meinen Eltern zu wohnen, die mich sehr unterstützen. Dadurch habe ich weniger Druck», sagt sie.
Authentisch sein ist wichtig
Brake hat grosse Ziele und irgendwann will sie auf den Bühnen dieser Welt performen. Doch sie weiss, eine langfristige Karriere wird Schritt für Schritt aufgebaut. «Alles beginnt lokal», sagt sie. Zunächst baut sie sich hier ein Publikum auf, spielt Gigs und veröffentlicht ihre Musik.
Ihren generellen Stil beschreibt sie als Poprock, beeinflusst von Pink und den dramatischen Liedern von Queen. Auch der Sound der 2000er-Jahre, etwa von Avril Lavigne, sei in ihren jüngeren Songs zu hören. Wichtig sei ihr, Geschichten zu erzählen, die starke Gefühle auslösen und Höhen und Tiefen haben. «Man muss das machen, was man gernhat. Wenn es nicht authentisch ist, spüren das die Leute.»
Ihre Lieder schreibt Brake selbst. Angefangen habe alles mit Gedichten, zu denen sie nach und nach Melodien erfand. Oft kämen Text und Musik gleichzeitig. Brake erinnert sich gut an diesen einen Moment, als sie ihr erstes produziertes Demo hörte: «Es war magisch, ich dachte, wow, das ist jetzt tatsächlich wahr geworden.» Und die Magie blieb bis heute.
Von der Waschküche ins Studio
Bevor ein Lied professionell aufgenommen wird, entsteht bei Brake zu Hause ein Demo – meist übt sie den Gesang in der heimischen Waschküche ein. Dann folgt die Aufnahme der Demos und schliesslich die finale Produktion im Studio. Dort bringt die Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern neue Ideen ein. Welche davon ins Lied kommen, entscheidet sie am Ende selbst. «Ich bin mein eigener Boss», sagt sie selbstbewusst.
Auch bei Musikvideos, Kleidung und Konzepten hat Brake das letzte Wort. Ein Plattenvertrag sei für sie daher nicht entscheidend. Als unabhängige Künstlerin könne sie ihre Musik so gestalten, wie sie es sich vorstelle. Singles in kürzeren Abständen zu veröffentlichen, passe zudem besser zur heutigen Musikwelt als ein Album zu veröffentlichen, findet sie.
Ihre EP «In Your Head» soll im kommenden Jahr erscheinen. Sie wird vier Lieder umfassen, darunter auch das erwähnte «Insomnia», das Mitte Oktober erschien. Dazu kommen die Debütsingle «Somersault» und deren Nachfolger «Shotgun».
Zurzeit reicht Brakes Repertoire für ein rund einstündiges Konzert.
Als Nächstes möchte sie ihre Setlist um weitere eigene Lieder ergänzen. Und, wie bereits erwähnt: «Mit meinem Repertoire will ich unbedingt auf Europa- und dann auf Welttournee gehen.»


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