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Milliarden verlochen, Quartier verschandeln?

10. Dezember 2019 von

Florian Utz, Gemeinderat SP
Foto: zvg

Florian Utz, Gemeinderat SP10, Jurist

Von

Online seit
10. Dezember 2019

Printausgabe vom
12. Dezember 2019
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Der Rosengartentunnel kostet über eine Milliarde Franken. Dem Quartier bringt er aber keine Entlastung, sondern im Gegenteil noch mehr Autoverkehr.

Am 9. Februar 2020 stimmen wir über den Rosengartentunnel ab. Das Projekt will 700 Meter Strasse untertunneln. Das kostet 1.1 Milliarden Franken, ein Meter also über 1.5 Millionen Franken! Trotz der irre hohen Kosten bringt das Projekt dem Quartier aber keine Entlastung. Im Gegenteil: Beim Wipkingerplatz entsteht eine sieben Spuren breite Strasse und ein doppelstöckiges Tunnelportal. Dadurch wird das Quartier nicht aufgewertet, sondern verschandelt.

Neu soll es durchgehend sechs Fahrspuren geben (vier unterirdisch, zwei oberirdisch) – also zwei Spuren mehr als heute. Eine Obergrenze für den Verkehr hat der Kantonsrat ausdrücklich abgelehnt. Für das Quartier heisst das, noch mehr Autos und noch mehr Abgase.

1,1 Milliarden Franken, um ein Quartier zu verschandeln – das ist ein spektakulär schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis. «Nein» zum Rosengartentunnel ist die richtige Antwort auf diesen Unsinn.

Florian Utz, Gemeinderat SP10

Kommentare

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500
13. Dezember 2019 um 15:21 Uhr von Claudia Simon

Florian Utz, bitte auch erwähnen, dass in den 1,1 Milliarden auch das Tram enthalten ist, das dannzumal fast doppelt so viele Passagiere befördert werden als heute mit den Bussen.
Und auch den Wählerinnen und Wählern sagen, dass es bei einer Ablehnung des Projekts nichts gibt und alles auf Jahrzehnte hinaus so bleibt, wie es ist.
Da nützt auch eure Pflästerlipolitik nichts.