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Stadtspital Waid

Neue Chefärztin Innere Medizin

25. Juni 2020 von

Dr. Elisabeth Weber kontrolliert, wie gut sich die Wundrose (Erysipel) eines Patienten unter der antibiotischen Therapie zurückbildet.
Foto: zvg

Dr. Elisabeth Weber kontrolliert, wie gut sich die Wundrose (Erysipel) eines Patienten unter der antibiotischen Therapie zurückbildet.

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Online seit
25. Juni 2020

Printausgabe vom
25. Juni 2020
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Die Spitalleitung des Stadtspitals Waid und Triemli hat KD Dr. med.Elisabeth Weber als neue Chefärztin für die Klinik Innere Medizin am Standort Waid gewählt. Die neue Chefärztin arbeitet seit dem 1. Mai 2020 in ihrer verantwortungsvollen Funktion. Im Interview stellen wir sie Ihnen jetzt vor.

Seit 1. Mai 2020 sind Sie die neue Chefärztin der Inneren Medizin am Standort Waid. Was ist Ihnen wichtig bei Ihrer Arbeit?

KD Dr. med. Elisabeth Weber: Im Zentrum stehen für mich unsere Patienten – ich setze mich
für eine personalisierte Medizin auf dem neuesten Wissensstand ein. Eine gute Zusammenarbeit
mit den zuweisenden Hausärztinnen und Hausärzten sowie mit den Spezialistinnen und Spezialisten aller Fachgebiete ist mir dabei sehr wichtig. Gleichzeitig engagiere ich mich für die kontinuierliche Weiterbildung unserer Ärztinnen und Ärzte. Ganz persönlich liegt mir die Unterstützung von Frauen auf ihrem Karriereweg in der Medizin sehr am Herzen.

Was sind die wichtigsten Stationen Ihrer Ausbildung?

Mein Studium habe ich an der Universität Zürich abgeschlossen. Die Ausbildung zur Internistin absolvierte ich in der Höhenklinik in Davos, im Kantonsspital Baden und am Universitätsspital Zürich, wo ich auch meine erste Stelle als Oberärztin innehatte. Diese Zeit war besonders prägend: Ich bin da meinen wichtigsten klinischen Lehrern und Mentoren begegnet. Für mich persönlich waren aber auch die Jahre im Ausland eine wichtige Zeit. In den USA habe ich einige Jahre klinisch und in der Forschung gearbeitet. Im weiteren Verlauf hat mich die Zusatzausbildung in psychosomatischer und psychosozialer Medizin nachhaltig beeinflusst.

Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgaben in den kommenden Monaten?

Ich übernehme zum Glück die Leitung einer sehr gut funktionierenden Klinik mit einem engagierten Team voller motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich möchte in erster Linie die Menschen kennenlernen, die Mitarbeitenden sowie die Zuweiserinnen und Zuweiser. Und ich will hören, welche Bedürfnisse bestehen, um dann mit einem Blick von aussen das eine oder andere anzupacken. Im weiteren Verlauf werde ich zusammen mit meinem Team die Klinik weiterentwickeln und mein Augenmerk auf die standortübergreifende Zusammenarbeit Waid und Triemli richten – zur Nutzung von Synergien und vor allem zur optimalen Betreuung unserer Patientinnen und Patienten.

Sie waren zuvor Stellvertretende Chefärztin Innere Medizin des Stadtspitals Waid und Triemli am Standort Triemli. Wo liegen die Unterschiede in der Ausrichtung dieser zwei Häuser?

Natürlich gibt es Gebiete, die wir am einen Ort vertiefter anbieten als am anderen. Aber ich verstehe unsere Institution als ein Spital mit zwei Standorten. Entsprechend kann jede Patientin und jeder Patient ans Waid oder ans Triemli kommen. Vielleicht müssen für gewisse Spezialinterventionen Spezialistinnen und Spezialisten vom jeweils anderen Standort beigezogen werden oder ein Patient an den anderen Standort verlegt werden. Aber da unser internistisches Team über beide Standorte hinweg sehr gut vernetzt ist und gut zusammenarbeitet, kann ich gar nicht so sehr von «unterschiedlichen» Ausrichtungen der beiden Standorte im Bereich der Inneren Medizin sprechen. Wir sind für alle Menschen eine gute Anlaufstelle.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit als Internistin? Welches ist Ihr Spezialgebiet?

Die Arbeit als Internistin ist mein Traumberuf. Ich kann mir keine anspruchsvollere und schönere Tätigkeit vorstellen. Die ganzheitliche Betreuung unserer Patientinnen und Patienten mit Integration von Aspekten aus den verschiedenen Spezialdisziplinen sowie den Wünschen der Patienten ist eine Kernkompetenz der Internisten. Dies erfordert Umsichtigkeit, den Blick für das grosse Ganze und eine kontinuierliche Weiterbildung. Diese integrative Tätigkeit auf fachlich höchstem Niveau ist unsere wichtigste Aufgabe. Übrigens: Gerade in der COVID-19-Krise wird ersichtlich, wie sehr die Internisten mit ihrem grossen Fachwissen, mit ihrer umsichtigen Art und ihrer breiten Erfahrung über alle Stationen der Spitalbehandlung gefragt sind – vom Notfall, über die Bettenstation bis auf die Intensivstation. Wir sollten sie fördern und wertschätzen. So sage ich: Mein Spezialgebiet ist die Innere Medizin. Vertieft habe ich mich neben dieser Tätigkeit in die medizinische Lehre und in die psychosomatische Medizin.

Weitere Informationen
www.waidspital.ch/medizin
0 50 104 158 212

Standort Waid
Tièchestrasse 99, 8037 Zürich
Telefon 044 417 11 11
swt-info@zuerich.ch
www.waidspital.ch
Notfallzentrum Stadtspital Waid
Zu diesem Notfallzentrum gehören eine Notfallpraxis und eine Notfallstation. Es ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet und stets erreichbar unter Telefon 044 417 11 11. www.waidspital.ch/notfallstation

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