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Katholische Pfarrei Guthirt

Schöpfungsspiritualität in der Pfarrei Guthirt

31. März 2022 von

Im Laudato-si’-Garten vom Kloster Fahr ziehen heimische Blumen und Heilkräuter zahllose Insekten und Schmetterlinge an. (Foto: zvg)

Im Laudato-si’-Garten vom Kloster Fahr ziehen heimische Blumen und Heilkräuter zahllose Insekten und Schmetterlinge an. (Foto: zvg)

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31. März 2022

Printausgabe vom
31. März 2022
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Obwohl die Kirche in Wipkingen im wahrsten Sinne des Wortes «mitten im Dorf» steht, gibt es viel Grünfläche darum herum. Eigentlich schade, wenn diese Fläche nicht genutzt wird.

Nicht erst die Kampagnen von «Fastenaktion» und «Heks» machen darauf aufmerksam, dass der Schutz der Erde für die künftigen Generationen auch ein Auftrag für die Kirchen ist. Vor einigen Jahren veröffentlichte Papst Franziskus ein Schreiben mit dem Titel «Laudato si’» und initiierte damit eine weltweite ökumenische Bewegung, welche sich mit Biodiversität und Klimaschutz befasst. So entstand auch im Kloster Fahr vor einem Jahr der erste «Laudato-si’-Garten» in der Deutschschweiz. Heimische Blumen, Nutzpflanzen und Heilkräuter spriessen und ziehen zahllose Insekten und Schmetterlinge an. Die Pflanzen dienen als Bienenweide, und so wurden auch sogenannte «Bienenhotels» angebracht. Aber auch Ästhetik und Kunst spielen in diesem Garten eine Rolle. Das Ganze ist ein Plädoyer zum Schutz der Erde und ihrer natürlichen Ressourcen.

Inspiriert durch den Garten im Kloster Fahr, soll im Innenhof und auf der Rasenfläche hinter der Kirche bei den Parkplätzen ein kleiner Laudato-si’-Garten entstehen. Laudato-si’-Gärten liegen keine klaren gestalterischen Vorgaben zugrunde; einzig die Kriterien der Ökologie und der Nachhaltigkeit sind verbindlich. Der Innenhof soll durch Töpfe und Hochbeete mit einheimischen Heilpflanzen, Kräutern und Blumen belebt, die Rasenfläche mit einer Wildblumenwiese, einheimischen Wildstauden oder Beeten mit Heilpflanzen und insektenfreundlichen Blumen bereichert werden. Durch diese Bepflanzung können Menschen für die Thematik der Biodiversität empfänglich gemacht werden. Der Garten bietet auch eine Gelegenheit, das Leitbild der Pfarrei umzusetzen, welches sich unter anderem auf einen verantwortungsvollen und sorgsamen Umgang mit der Schöpfung beruft.

Wir hoffen, dass dieses neue Projekt im Quartier Fuss fasst und schon bald Mensch und Natur sich aneinander im umgestalteten Pfarreigarten freuen. Wer Lust hat, sich am Gartenprojekt zu beteiligen, meldet sich auf dem Pfarreisekretariat unter der Telefonnummer 044 279 10 50.

Jeanine Kosch, Pfarreibeauftragte ad interim

 

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