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Gewerbe Wipkingen

Städteverband sucht Lösungen

25. September 2019 von

Attraktive Ladengeschäfte auch an Orten, wo man es nicht erwartet: «z’Wipkinge findsch es!», auch an der Rosengartenstrasse.
Foto: Kurt Gammeter

Attraktive Ladengeschäfte auch an Orten, wo man es nicht erwartet: «z’Wipkinge findsch es!», auch an der Rosengartenstrasse.

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25. September 2019

Printausgabe vom
25. September 2019
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An einer Tagung debattierte der Städteverband über den Strukturwandel des kleinräumigen Gewerbes und der Nutzung der Innenstädte. Die Ergebnisse der Tagung haben auch für Wipkingen Bedeutung.

Der Schweizerische Städteverband umfasst 134 Mitglieder. Dazu gehören die grossen Städte wie Zürich und Basel ebenso wie kleinere, beispielsweise Brugg oder Lugano. Ein Schwerpunkt des Städteverbandes ist die Entwicklung der Innenstädte. Die meisten Zentren müssen ähnliche Aufgaben lösen, wie wir sie von Wipkingen kennen: Belebung erhalten, Attraktivität steigern, Wohnqualität hochhalten und dem Gewerbe attraktive Standorte anbieten.
Die Zentren und Stadtquartiere in der Schweiz sind mit dem Strukturwandel im Detailhandel konfrontiert. Der Städteverband hat kürzlich in Chur einen Städtetag durchgeführt. Das Motto lautete: «Strukturwandel mit Potenzial – bringt Leben in die Stadt!». Die Delegierten und Gäste erhielten Einblicke und Anregungen, wie Städte Strukturen einer Ökonomie der Nähe bewahren und den Wandel als Chance nutzen.

Den Wandel als Chance nutzen

«Die Digitalisierung pflügt die Detailbranche um», schreibt der Städteverband in einer Medienmitteilung. Die Verfügbarkeit eines breiten Angebots in Shoppingzentren, veränderte Logistikansprüche oder die Konkurrenzsituation in grenznahen Orten führen zunehmend zu Leerständen, heisst es weiter. Die Folgen sind sichtbar, wenn in den Quartieren Erdgeschossflächen ungenutzt bleiben. Dies fördert ein Unbehagen und ist optisch sehr unattraktiv. Das Risiko einer Abwärtsspirale zu immer mehr Leerständen steigt.
Wie sollen Städte diesem Wandel begegnen? Wie gelingt eine auf kurze Wege ausgerichtete Stadtentwicklung im Austausch mit Gewerbe, Kultur und Gastronomie? Die Lösungsansätze reichen von der langfristigen Stadtplanung über Temporärnutzungen bis hin zur Spontanaktion, schreibt der Verband.
Das Thema Parkplätze war dem Verband offenbar zu heiss; dies wurde diskret ausgelassen. Parkplätze sind für den Umsatz wichtig. Beim Reizthema Verkehr verblieb die Tagung bei Plattitüden und unverbindlichen Binsenweisheiten: «Im Verkehrsbereich bestehen die grössten Probleme beim Pendlerverkehr in den Städten und Agglomerationen», hiess es – oder: «Damit die Bevölkerung besser vorwärtskommt, braucht es eine kluge Kombination von privatem und öffentlichem Verkehr».
An «Runden Tischen» entwickelten Gewerbe, Hauseigentümer, Gastronomie und Vertreter der Behörden Lösungsansätze: von Haus- oder Kofferraumlieferungen bis hin zu virtuellen Regalen und der Stadt als Showroom, in der Produkte erlebt werden können. Insbesondere die leeren Ladenlokale und ungenutzten Verkaufsflächen in den Quartieren waren ein zentrales Thema. In Wipkingen sind glücklicherweise fast alle Läden mit Leben gefüllt, was auch der treuen Kundschaft zu verdanken ist.

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