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Grüne

Strike for Future in Wipkingen

26. März 2020 von

Foto: Aline Telek
Von

Online seit
26. März 2020

Printausgabe vom
26. März 2020
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Der Abstimmungskampf ist vorbei und die Wogen glätten sich. Bereits ist eine lokal organisierte Klimagruppe daran, die Rosengartenstrasse anlässlich des Strike for Future wieder in den Fokus zu rücken und den Grundstein für eine neue Bewegung im Quartier zu legen.

Im Februar 2020 stiess die Klimastreikbewegung die Bildung von kleinen, lokalen Gruppen an. Dies mit dem Ziel, die Ideen und Wünsche unterschiedlichster Quartierbewohner*innen zusammenzutragen, Klimaschutzmassnahmen vor Ort einzubringen und sich für den nächsten Strike for Future zu organisieren. So bildete sich hier im Quartier die «Klimagruppe Wipkingen», initiiert von zwei engagierten Jungen, die auch hier wohnen. Befragt nach seinem grössten klimapolitischen Anliegen in diesem Stadtkreis, sagt Benjamin Helg (16): «Die Rosengartenstrasse. Ich wohne nun schon seit bald 17 Jahren 100 Meter von dieser Strasse entfernt und finde es immer wieder deprimierend. Alle diese Autos, die so viel Platz einnehmen, obwohl wir diesen mit einem besseren ÖV-Netz viel besser für unser Quartier nutzen könnten. Dass man sich in ein 2 x 2 Meter gros­ses Viereck setzen muss, um etwas zu erleben und irgendwo hinzukommen, kommt mir immer absurder vor».

Ende Februar dieses Jahres fand das erste Treffen der Klimagruppe Wipkingen im Kirchgemeindehaus Guthirt statt. Die Gruppe von etwa 15 Teilnehmenden war altersdurchmischt, offen, motiviert und parteiübergreifend zusammengesetzt: Auch Grüne aus dem Kreis 6/10 waren dabei. An diesem Abend wurden einige Ideen für Aktionen im Quartier geschmiedet und die erste lokale Klimaversammlung vorbereitet, die sobald wie möglich stattfinden wird. Ziel dieser Versammlungen ist, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen anschliessen und einbringen – und sich das Engagement z.B. in den Bereichen Organisation, Basteln, Singen, Schreiben, Flyern, etc. auf viele unterschiedliche Leute verteilt.
Eine andere Teilnehmerin sieht das Potenzial einer lokal organisierten Gruppe so: «Den grössten Vorteil sehe ich darin, dass die Leute direkt mit Aktionen oder Projekten konfrontiert werden. Sie finden vor der Haustür statt und sind dadurch sichtbar für alle. Fast jede*r hat etwas, das ihm/ihr am Herzen liegt im Quartier und wird dadurch motiviert, selbst für Veränderungen aktiv zu werden. Die Resultate dieses Engagements werden wiederum direkt in unserem Alltag sicht- und spürbar. Es passiert nicht etwas irgendwo weit weg, sondern es betrifft mich direkt».

Wir laden alle Klimainteressierten aus dem Kreis 10 ein, der Klimagruppe Wipkingen beizutreten – der Einstieg ist jederzeit möglich. Jede*r ist willkommen, uns in irgendeiner Form zu unterstützen.

Aline Telek, Mitglied Grüne 6/10

#wirSindDerWandel

Mehr Informationen zu Klimagruppen und Klimastreik:
Klimagruppe Wipkingen, Kontakt: benjamin.helg@bluewin.ch
Strike for Future: strikeforfuture.ch
Lokalgruppen: strikeforfuture.ch/lokalgruppen

 

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